Heyrothsberge l In den vergangenen Monaten musste das Team vom Vintage-Geschäft Subkultur bangen, ob das von ihnen organisierte Festival Summershelter überhaupt würde stattfinden können. Die Corona-Pandemie hatte nahezu alle Veranstaltungen, Konzerte und Festivals unmöglich gemacht. Erst Anfang Juli fiel dann die Entscheidung: das Festival kann stattfinden. Natürlich mit einigen Auflagen, die die Gesundheit der Besucher sicherstellen sollen, aber dennoch zeigte sich das Team rund um Dirk Klocke sehr erleichtert, dass die mehrtägige Rock’n’Roll-Party stattfinden kann.

Nahezu ausverkauft

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, denn bereits heute Nachmittag wird das Festival beginnen. Von den Hygienevorschriften bei Veranstaltungen lassen sich die Besucher allerdings nicht abschrecken. „Wir sind schon nahezu ausverkauft“, gibt Steffi Braune vom Organisationsteam bekannt. Worauf müssen die Besucher eigentlich genau achten? Eine der entscheidenden Neuerungen ist, dass alle Eintrittskarten und Plätze auf dem Campingplatz personalisiert sind, die Besucher müssen also ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit im Falle einer Infektion nachvollzogen werden kann, wie und ob Infektionsketten entstanden sind. Das Team von Subkultur versichert aber, dass nur in diesem Falle die Daten weitergegeben werden würden, ansonsten würden diese sicher bei ihnen oder der Vorverkaufsstelle Reservix verbleiben und nach vier Wochen vernichtet werden. Die Erarbeitung des Konzeptes war eine Herausforderung, dennoch ist sich das Organisations-Team nun sicher, dass sie alles getan haben, dass sie Besucher einen infektionsfreien Aufenthalt haben werden.

Außerdem würde in diesem Jahr mehr darauf geachtet, dass Abstände gewahrt werden können. An einem Tisch sollen sich nicht mehr als acht Personen aufhalten und die Veranstalter bitten die Gäste, dass sie möglichst auf physische Kontakte wie Umarmungen oder spontane Tänze mit fremden Personen verzichten sollen, auch wenn die Musik sicherlich dazu animieren würde. Auf dem Gelände werden viele Desinfektionsbehälter angebracht, und auch die sanitären Einrichtungen werden oft gereinigt und desinfiziert. Trotz dieser Auflagen hofft das Organisations-Team auf ein entspanntes, unterhaltsames Wochenende, das bei allen Gästen in guter Erinnerung bleiben wird.

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Viel gute Musik

Was wird die Besucher eigentlich an diesem Wochenende alles erwarten? Auf jeden Fall viel gute Musik, versprechen die Veranstalter, aber das ist bei weitem noch nicht alles.

Zwar sind die Bands, die die Bühne rocken ein elementarer Bestandteil der Veranstaltung, aber die Besucher stehlen ihnen doch immer wieder die Show. Denn Rock‘n‘Roll ist für sie nicht nur eine Musikrichtung, sondern ein Lebensgefühl. Und dieses wird mit Kleidung, Make-up, Frisuren, Bärten oder sogar Autos zum Ausdruck gebracht. Auf dem Festivalgelände könnte man fast meinen, eine Zeitreise zurück in die 1950er Jahre gemacht zu haben. Musikalisch unterstrichen wird dies von Bands und Showacts, die ihr Können auf der Bühne unter Beweis stellen. Mit dabei in diesem Jahr sind „The Booze Bombs“, „Die Firma Rock’n’Roll“, „The Wyatt Christmas Five“, „The Juke Joint Royals“ und „Trouble Ahead“. Wenn nicht gerade die Bands für Musik sorgen, stehen „Manu Tanzratte“ und DJ Kevin Cutter an den Plattentellern. Ein weiteres Highlight ist die Burlesque-Show von Viola La Vixxen.

Essen, Trinken und Mode

Für Essen und Getränke ist bei den Bars und Küchen gesorgt, außerdem gibt es Modenschauen und die Geschäfte, bei denen das Gezeigte gleich anprobiert und gekauft werden kann. Zusätzlich gibt es Kunsthandwerker oder auch Stände, an denen es zahlreiche Schmuckstücke zu kaufen gibt.

Wie es sich für ein Festival gehört, schließt sich am Veranstaltungsgelände auch ein Campingplatz an, auf dem die Besucher, die das ganze Wochenende bleiben wollen, ihre Zelte aufschlagen können. „Der Campingplatz ist allerdings schon ausgebucht“, lassen die Veranstalter die Gäste wissen. „Wer ohne Camping kommen möchte, ist natürlich dennoch willkommen.“

Start um 17 Uhr

Los geht es heute um 17 Uhr. Wer sich spontan für einen Besuch des Festivals entscheidet, kann noch bis 18.30 Uhr im Subkultur in Magdeburg Karten kaufen.