Burg l Ein Fest der Musik, das ist die Fête de la Musique, seit sie 1982 in Paris erstmals veranstaltet wurde. Sie geht auf eine Initiative des französischen Kulturministers Jack Lang zurück. Mittlerweile gehören weit über 500 Städte weltweit der Bewegung an, seit 2013 ist auch Burg dabei, in diesem Jahr zum achten Mal.

Organisiert wird die Fête vom Soziokulturellen Zentrum, dessen Leiterin Silke Kirchhof 2012 bei der Präsentation der Idee im Institut Francais in Magdeburg gleich hellauf begeistert war und die Veranstaltung unbedingt in die Stadt holen wollte, was auch gelang. In diesem Jahr werden wieder der Weinberg und der Goethepark Veranstaltungsorte sein, „wenn wir auch sehr gerne auf der Schartauer Straße gefeiert haben“, sagte Kirchhof. Draußen, kostenlos und vor allem mit viel Musik soll der Sommeranfang gefeiert werden. Und dafür sind auch heimische Akteure gefragt. „Die Bewerbungsphase ist jetzt offiziell eröffnet“, sagte Mitorganisator Carsten Gessner am Mittwochnachmittag bei einem Pressegespräch. Wer mitmachen wolle, könne sich unter der Internetadresse www.fete-burg.de bewerben. „In den vergangenen Jahren haben wir noch keine einzige Absage erteilen müssen“, machte er Mut zur Bewerbung. Die musikalische Vielfalt ist ohnehin groß, gerade die Mischung macht auch den besonderen Charakter der Veranstaltung aus. Mit von der Partie wird mit Pierre Donoré auch wieder eine französische Band sein. Doch nicht nur musikalische Unterstützung ist für den 21. Juni gefragt. Tatkräftige Helfer im wahrsten Sinne, die bei Auf- und Abbau helfen, sind genauso begeht, wie etwa auch Menschen, die Französisch sprechen und so die Gäste aus dem Nachbarland ein wenig betreuen können.

2500 Euro von der Stadt

Burgs Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) ist nicht nur Schirmherr, sondern auch ein großer Fan der Fête und dem Soziokulturellen Zentrum ebenso dankbar wie dem Kulturstammtisch. Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre es gar nicht möglich, die kulturelle Vielfalt der Stadt auf die Beine zu stellen. Und eben das ist eines seiner Ziele, Burg soll als kulturelle Stadt erlebt werden. Dazu dient auch der neugeschaffene Fachbereich Kultur und Tourismus, der ihm sehr wichtig sei. Die Fête wird mit 2500 Euro aus städtischen Mitteln unterstützt.

Und sie ist nicht nur eine Art Musikfestival, sondern auch ein Familienfest. „Es ist ein musikalischer Mitmachtag, junge Talente können sich zeigen, außerdem heißt Musik auch Tanzen, und Aktivitäten wie Kinderschminken gehören ebenso dazu“, zählte Kirchhof auf. Auch für den Teil der Fête können sich Interessierte gerne melden.

Burger Skater sind mit dabei

Und schließlich sind auch die Burger Skater wieder dabei, das schon zum fünften Mal. Im Goethepark wird es einen Contest geben, allerdings soll dabei der Spaß im Vordergrund stehen, nicht der Wettbewerb, wie Lucien Schröder vom Verein Skate & Roll Burg betonte. Außer in den beiden Parks wird es die Fête auch in der Helios-Klinik geben, Musiker werden den Gedanken, alle daran zu beteiligen, auch ins Krankenhaus tragen.

2020 ist ein besonderes Jahr für die Veranstaltung in Burg. Die offizielle Auftaktveranstaltung wird am 5. Mai am Weinberg stattfinden, wo sich nicht nur Vertreter des Institut Fran�ais, sondern auch der anderen teilnehmenden Städte aus Sachsen-Anhalt einfinden werden: Aschersleben, Blankenburg, Dessau-Rosslau, Halle, Magdeburg, Osterwieck, Quedlinburg und Sangerhausen. Bürgermeister Rehbaum sollte bei der Gelegenheit eigentlich singen, doch er hat einen anderen Termin.