Menz l Mehr als zufrieden sei er mit dem neuen Menzer Feuerwehrgerätehaus, sagte Ortswehrleiter Mathias Seidler. Der neue Standort biete den Platz, den die Wehr benötige. Vorbei ist die Zeit, als Löschfahrzeug und Mannschaftstransportfahrzeug an zwei verschiedenen Standorten untergebracht werden mussten. Feuerwehrfrauen und -männer verfügen nun über getrennte Umkleidekabinen. Unter den 17 aktiven Kameraden befinden sich in Menz fünf Frauen. Außerdem sei das neue Gerätehaus die beste Werbung. „Ein neuer Kamerad fängt am Sonnabend seine Grundausbildung an. Im nächsten Jahr stoßen zwei weitere neue Mitglieder zu unserer Feuerwehr“, setzte Mathias Seidler hinzu.

Die feierliche Übergabe das Feuerwehrgerätehaus wurde durch das Programm der Menzer Kindertagesstätte „Waldmäuse“ eröffnet. Die Feuerwehrleute nehmen gern die Einladung der Kita an, die Kinder zu besuchen. Sie bringen beide Fahrzeuge mit und stellen den Kindern nach einer Rundfahrt das neue Feuerwehrgerätehaus vor, bot Mathias Seidler an.

Wie zur Übergabe des Fördermittelbescheides versprochen, kam Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) zur Einweihung wieder. Im Gepäck hatte er das angekündigte Bier - und keine lange Rede. Er hob in seiner kurzen Ansprache die Leistung der ehrenamtlichen Feuerwehrleute hervor. „24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche seid ihr für die Sicherheit der Menschen da.“ Im Mai vorigen Jahres hatte Holger Stahlknecht einen Fördermittelbescheid in Höhe von 160 000 Euro übergeben.

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Spätestens ab 2014 hatte die Menzer Feuerwehr auf ihre beengten Verhältnisse im alten Gerätehaus aufmerksam gemacht. Die ersten Versuche der Stadt, Fördermittel zu erhalten, waren nicht erfolgreich gewesen. Ortsbürgermeisterin Margrit Peters (CDU) sei hartnäckig am Projekt dran geblieben, sagte Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein (parteilos).

Außer Frage stand bei allen Beteiligten, dass der Standort als Anbau an das Bürgerhaus auf dem Thomas-Müntzer-Platz bestens gewählt worden sei. Was Küche, Schulungsraum und Ortswehrleiter-Zimmer anbetrifft, entstanden Synergieeffekte. Noch fehle ein Raum für die Jugendfeuerwehr, merkte Jens Hünerbein an. Ob da nicht nochmal Fördermittel möglich seien, fragte er mit Blick zum Innenminister. Die Chancen stehen eher schlecht.

Das Menzer Gerätehaus war das teuerste Hochbauprojekt in den acht Amtsjahren des Bürgermeisters. Ursprünglich war mit Kosten in Höhe von 370 000 Euro gerechnet worden. Letztlich kostete der Bau 545 000 Euro. Da ging der Dank auch in Richtung des Gommeraner Stadtrates, der das zusätzliche Geld bewilligt hatte. Geld, das bei Baubetrieben in der Region geblieben ist. Im nächsten Jahr werde mit der Zuwegung das Projekt noch abgerundet, kündigte Jens Hünerbein an. Als Überraschung hatte er den Menzer Feuerwehrleuten ein digitales Laufband mitgebracht. Dort können sie bei Alarmierung ablesen, zu welchem Einsatz sie ausrücken müssen. Die anderen elf Ortsfeuerwehren gratulierten ihren Menzer Kameraden mit einem St.-Florian-Schild für das Gerätehaus. Die Montage des Schriftzuges „Freiwillige Feuerwehr Menz“ hatten Sponsoren ermöglicht.

Im Anschluss konnten sich die Besucher die Würstchen vom Grill schmecken lassen, die der Landtagsabgeordnete Dietmar Krause (CDU) wie versprochen mitgebracht hatte.