Möckern l Auf den ersten Blick sieht man den Unterschied nicht. Wie schon seit 20 Jahren stehen da stapelbare, feuerwehrrot bezogene Stühle und eine Menge Tische im Beratungsraum der Ortsfeuerwehr Möckern. „Wir wollten nichts anderes, sondern genau die Tische und Stühle wie vorher“, sagt Ortswehrleiter Erik Ziepel. „Nur eben neu.“ Die alten waren verschlissen, wurden in der Stadt nur noch als wertlos geführt. Im Mehrzweckgebäude Hobeck fanden sie dennoch einen weiteren Nutzen.

Bereits vor einem Jahr hatten Möckerns Kameraden Bedarf neuer Möbel im Gerätehaus angemeldet, aber ihr Wunsch wurde in der Haushaltsplanung nicht berücksichtigt. Das wurde nun nachgeholt. „Ich bin dem Ortsbürgermeister Detlef Friedrich dankbar, dass er das Thema angesprochen hat“, sagt Stadtbürgermeister Frank von Holly. Detlef Friedrich hatte auf die Dringlichkeit einer Neuanschaffung hingewiesen.

Etwa 4500 Euro hat die Stadt für die neuen 60 Stühle und zwölf Tische bezahlt. In dem Beratungsraum finden seit Beginn der Sanierungsarbeiten im Rathaus Möckern auch die Sitzungen des Ortschaftsrates Möckern statt. Ebenso werden die Lehrgänge für angehende Feuerwehrleute und die Dienstabende der Möckeraner Wehr hier abgehalten. Zwei Durchgänge konnten auch im Corona-Jahr durchgeführt werden, um neue Truppmänner auszubilden, sagt Stadtchef Frank von Holly. Jetzt, zu Corona-Zeiten, findet das Feuerwehr-Dasein der Ortsfeuerwehr Möckern am Lochower Weg jedoch nur in geringerem Umfang statt. „Derzeit finden keine Dienstabende statt“, sagt Ortswehrleiter Erik Ziepel. Lediglich die notwendigen Arbeiten an der Technik erfolgen in kleinen Gruppen.

Nach Einschätzung von Möckerns Ortsbürgermeister Detlef Friedrich müssten noch weitere Arbeiten im Gerätehaus erledigt werden: Eine Überarbeitung der Küche steht ihm zufolge noch für das angelaufene Jahr an, ebenso die Beschaffung neuer Schränke für die Kameraden.

„Die Kameraden sind aber einsatzbereit“, ist Erik Ziepel überzeugt. Im zurückliegenden Jahr mussten die aktuell 38 Kameraden 77-mal ausrücken. „Einige der Einsätze hatten es ganz schön in sich“, so der Ortswehrleiter, und nennt etwa die Einsätze auf der Bundesautobahn 2 oder den Hausbrand im „Winkel“.