Biederitz l Zehn Jahre alt ist die Einheitsgemeinde Biederitz am 1. Januar 2020 geworden. Ganz und gar keine Einheit bilden derweil die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren der sechs Ortschaften in der Frage, welcher Schriftzug künftig auf ihren Einsatzjacken stehen soll. „Feuerwehr Gemeinde Biederitz“ oder nur „Feuerwehr“? Die Neufassung der Feuerwehrsatzung musste im Dezember vom Gemeinderat vertagt werden. Zu groß war die Diskussion über den Streitpunkt Schriftzug geworden. Als „Gemeinde Biederitz“ gekennzeichnet herumlaufen – das wollen einige der Einsatzkräfte offenbar auch im elften Jahr der Einheitsgemeinde ganz und gar nicht. Und dabei war diese Entscheidung längst getroffen: Rund 100 Jacken mit „Feuerwehr Gemeinde Biederitz“ sind bereits im Einsatz. Die Abstimmungen über die Neufassung der Satzung, um die Wasserwehr zu integrieren, wurden genutzt, um das Thema wieder aufzumachen.

Bereits im Herbst hatte es unter den Kameraden eine Whatsapp-Abstimmung mit nicht eindeutigem Ergebnis gegeben. Daran hatten sich außerdem nicht alle Einsatzkräfte beteiligen können. Im Gemeinderat schlug daraufhin die Fraktion Aktiv für Bürger vor, dass die Gemeinde eine offizielle Wahl vorbereiten soll. Die Gemeinderäte stimmten zu.

Abstimmung ab 20. Januar

Daniela Herrmann, zuständig für Wahlen in der Gemeindeverwaltung Biederitz, hat nun alles dafür vorbereitet, dass die Kameraden vom 20. Januar bis 28. Februar über den künftigen Schriftzug auf den Einsatzjacken abstimmen können. Der Wahlschein enthält neben den beiden möglichen Schriftzügen auch eine visuelle Darstellung, wie der Schriftzug dann aussehen würde.

Wahlberechtigt sind die aktuell 167 Feuerwehrmänner und -frauen des aktiven Dienstes. Sie können im genannten Zeitraum während der Öffnungszeiten der Verwaltung in der Berliner Straße in Heyrothsberge wählen gehen.

Wählen bei Jahreshauptversammlung

Die Möglichkeit, ihren Wahlgang zu absolvieren, haben die Kameraden auch auf den anstehenden Jahrenshauptversammlungen der Feuerwehren. Hier wird das jeweilige Ergebnis gleich vor Ort ausgezählt und bekannt gegeben, sagt Gemeindebürgermeister Kay Gericke. Zum Kreis der Wahlberechtigten sagt Gericke, es könnten diejenigen abstimmen, auf deren Rücken der Schriftzug später stehen werde. Über die Feuerwehrsatzung, deren Bestandteil auch die Frage des Schriftzuges ist, solle dann in der März-Sitzung des Gemeinderates erneut abgestimmt werden.