Rezept für die Zubereitung von Burgunder-Karpfen (Zutaten für vier Personen)

ein ausgenommener Karpfen, zirka 1,5 Kilogramm

für die Marinade:

halber Teelöffel Salz

frisch gemahlener Pfeffer

ein Lorbeerblatt

halber Teelöffel getrockneter Thymian

Saft von halber Zitrone

375 ml Burgunder-Rotwein

außerdem:

50 Gramm Schalotten, fein gehackt

drei Esslöffel feines Pflanzenöl

250 Gramm Zucchini, in dünnen Scheiben

50 Gramm Semmelbrösel

50 Gramm Butter

Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:

Den Karpfen in vier Stücke teilen und in eine große Schüssel legen. Die Zutaten für die Marinade mischen, über die Karpfenstücke verteilen und zwei bis drei Stunden abgedeckt durchziehen lassen.

Die gehackten Schalotten in dem heißen Öl in einer großen Auflaufform hell anlaufen lassen. Die Zucchinischeiben zufügen, mit wenig Salz und Pfeffer würzen und so lange erhitzen, bis das Fett brodelt.

Backofen auf 220 Grad Celsius vorheizen.

Die Karpfenstücke in der ursprünglichen Fischform in die Form legen und mit der Marinade übergießen. Die Semmelbrösel darüber streuen.

Bei 220 Grad Celsius in den vorgeheizten Ofen auf die untere Schiene stellen. Die Butter zerlassen und den Fisch nach zehn Minuten mit der Hälfte bestreichen.

Weitere zehn Minuten garen. Mit der restlichen Butter bestreichen und in etwa zehn Minuten fertig garen.

Tipp: Am Wein sollte man bei diesem Gericht zuletzt sparen. Nur ein Burgunder guter Qualität garantiert auch ein gutes Ergebnis.

Wüstenjerichow l „Es sind genügend Karpfen in der gewohnten Größe vorhanden“, so Fischwirtschaftsmeister Uwe Marx. Traditionell kommen die Interessenten dazu nicht nur aus dem Jerichower Land. Es herrscht wieder Hochbetrieb. Es wird gekauft und auch schon vor Ort verzehrt. Getreu dem Motto des „Angellandes“ „Willst du’s frischer, geh zum Fischer“ haben dann die Fischwirtschaftsmeister Uwe und Alexander Marx sowie Margrit Marx mit ihrem Team wieder alle Hände voll zu tun.

Gefragter Fisch

Noch immer ist der Karpfen der gefragteste Fisch, weil er einer der ökologischsten Fische ist und man bei seinem Futter kein Fischmehl hinzu geben muss.

Natürlich steht für die meisten Genießer bei der Zubereitung immer noch der „Karpfen blau“ an erster Stelle. Aber es gibt auch andere Zubereitungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die geschnittenen Filets, in denen der komplette Geschmack enthalten ist. Um ihn noch attraktiver zu machen, wird er wie ein Schnitzel zubereitet. Der Karpfen hat kein Bindegewebe und das Fischfett ist ein gesundes Fett. Die Fisch-Experten empfehlen deshalb, den Karpfen wie ein Schnitzel mit Mandeln zu braten oder die klassische Zubereitung mit Zitrone und Kapern oder mit Meerrettich-Soße zu wählen. Wer es nicht traut, die Filets zuhause zubereiten, kann sich im „Angelland“ Hilfe holen.

Ursprünglich aus Asien

Ursprünglich kommen Karpfen aus Asien, wo sie in frühester Zeit als Fastenspeise dienten. Die Römer brachten den Fisch nach Europa, wo er ebenfalls als Fastenspeise Karriere machte. Heute ist der Karpfen einer der erfolgreichsten Zuchtfische und in zahlreichen stehenden Gewässern und Karpfenteichen zu finden. In Deutschland sind vor allem zwei Sorten verbreitet: der Schuppenkarpfen und der schuppenlose Spiegelkarpfen.

Der Karpfen hat einen kräftigen Körper mit grünbraunem bis schwarzem Rücken und gelbweißem Bauch. Typisch sind die sogenannten Schlundzähne, die in drei Reihen am fünften Kiemenbogen zu finden sind. Der Karpfen benutzt sie, um seine Nahrung zu zermahlen. In der freien Wildnis wächst ein Karpfen wesentlich langsamer als seine Artgenossen in der Zucht und kann bis zu 50 Jahre alt werden. Im vierten Lebensjahr erreicht er ein Gewicht von etwa einem Kilogramm, eine Länge von 35 Zentimetern sowie seine Geschlechtsreife. Von Ende Mai bis Juli legt das Karpfenweibchen bis zu 1,5 Millionen Eier in den Uferzonen mit Wasserpflanzen, an denen die Eier kleben bleiben. Die Larven sind um die fünf Millimeter lang und kleben in der Anfangsphase ihres Lebens an den Pflanzen, wo sie sich von Kleinplankton ernähren. Karpfen sind Schwarmfische. Sie verbringen den Winter, ohne Nahrung aufzunehmen, an den tiefsten Wasserstellen, die sie finden können. Der Wildkarpfen steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten, kommerziell wird er heute quasi nicht mehr in freier Wildbahn gefangen.

Im „Angelland“ in Wüstenjerichow werden Karpfen verkauft vom 19. bis 30. Dezember jeweils in der Zeit von 9 bis 18 Uhr, am 24. und 31. Dezember jeweils von 9 bis 13 Uhr. An einigen Tagen wird auch die beliebte Fischsuppe angeboten.