Lostau l Dort, wo im Juni 2013 Hunderte von Helfern unermüdlich und unter Aufbietung der letzten Kräfte dafür sorgten, dass sich das Hochwasser der Elbe nicht in die Ortschaft Lostau ergießt, dort spannt Gemeindebürgermeister Bernd Köppen ein mit Bändern und Blumen geschmücktes Seil. Seine Durchtrennung soll symbolisch den Abschluss der Bauarbeiten zur Beseitigung der Flutschäden dokumentieren.

Am Übergang zum Alten Dorf haben sich neben einigen Bürgern vor allem aus Alt Lostau Bauarbeiter, Planer, Ingenieure, Verwaltungsmitarbeiter und Geldgeber eingefunden. Bürgemeister Bernd Köppen lenkt die Erinnerung noch einmal auf die dramatischen Tage der Flut, als in Lostau hunderte, ja tausende Helfer gegen das Wasser kämpften.

Damals sind die vorhandene Deiche und Wälle erhöht worden. In wenigen Stunden errichteten Soldaten und in Scharen herbeigeeilte Helfer einen neuen Querdeich. Unzählbar sind die Sandsäcke, die auf dem Platz am Külzauer Weg gefüllt wurden.

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Dort, wohin nun eine der neue Straßen führt, hatte das Elbwasser die größten Schäden angerichtet. Die Häuser in Alt Lostau wurden evakuiert. Wenige Stunden später standen sie im Wasser. Noch nie hatte ein Hochwasser solche Mächtigkeit erlangt und solche enormen Schäden an privatem Hab und Gut angerichtet.

Projekte fertig

Gelitten haben unter dem Hochwasser und dem Druck der tonnenschweren Rettungs- und Baufahrzeuge auch die alten, gepflasterten Straßen. Die Gemeindeverwaltung stellte einen Maßnahmeplan zur Beseitigung der Schäden an der Infrastruktur auf. Die wichtigsten Maßnahmen sind nun abgeschlossen.

Bürgermeister Bernd Köppen zählt die Straßen auf, die mit rund 1,24 Millionen Euro instand gesetzt wurden. Insgesamt sind es mehr als 4000 Meter, die neu gebaut wurden. Die Straßen tragen jetzt eine zeitgemäße Asphaltdecke bzw. Betonspuren.

Begonnen hatten die Arbeiten bereits im Sommer des Vorjahres, als der Alte Eisenbahndamm ertüchtigt und erhöht wurde. In diesem Jahr sind drei Straßen in Lostau und wichtige ländliche Wege und Wirtschaftswege neu gemacht worden.

Für die aus der Landeskasse bereit gestellten Finanzen bedankt sich Köppen bei Martina Große-Suedhues vom Landwirtschafts- und Umweltminsterium. „Wenn wir nun noch wie versprochen den neuen Deich bekommen, der auch Alt Lostau schützt“, sagte der Bürgermeister mit der Bitte, die Worte an den Minister weiterzugeben, „dann sind die Lostauer vollends zufrieden.“

Ortsbürgermeister Thomas Voigt richtete seinen Dank an die Bauleute, an die Mitarbeiter vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz, an die Mitarbeiter der Möseraner Verwaltung, aber auch an die Einwohner, die „während der Bauarbeiten so lange stillgehalten haben“.

Neben der Lostauer Infrastruktur sind auch zwei Vorhaben in Hohenwarthe abgearbeitet worden. Zum einen wurde der Treppengang am Elbufer in Ordnung gebracht und zum anderen sind die Schäden am Rastplatz an der Elbstraße beseitigt worden.