Gommern l Wie war der Lauf? „Ganz schön anstregend“, antwortete die kleine Vanessa, die zu den 27 Nedlitzer Kindern gehörte, die am Montagnachmittag den 11. MALIG ("Mein Alter lauf ich gern") absolvierten. Stolz trug sie ihre MALIG-2-Medaille um den Hals. „Ganz schön oft“, haben sie für den MALIG geübt, setzte sie hinzu. Um den Kindern ein Gefühl zu geben, wie lange sie in Gommern laufen (wollen, nicht müssen), sei das Training in den letzten Wochen stärker auf den MALIG zugeschnitten gewesen, erzählte Margret Jarzembowksi vom SV Germania Nedlitz. „Keiner hat aufgegeben“, freute sie sich mit den Jungen und Mädchen über ihre starken Leistungen.

Insgesamt gingen 308 Teilnehmer an den Start. Die Mädchen und Frauen waren mit 162 Starterinnen in der Mehrzahl. Die meisten Kinder und Jugendlichen entschieden sich für einen MALIG-3, also ihr dreifaches Alter in Minuten zu laufen (131), 68 für den MALIG-2 und 73 für den einfachen MALIG.

Zum ersten Mal war der Lauf offen für Erwachsene. 36 Frauen und Männer hatten sich angemeldet und liefen zwischen 16 und 70 Minuten. Wobei die 70 Minuten das Maximum waren, das neben sechs Erwachsenen auch der elfjährige Toni Gebel vom TuS Leitzkau in Angriff nahm. Mit 60 Minuten zeigte ebenso der zehnjährige Laurin Flamm eine klasse Leistung auf der Bahn des Gommeraner Sportforums.

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Die Teilnahmerzahl war trotz 20 krankheitsbedingter Absagen so hoch, weil sich 23 Kurzentschlossene nachmeldeten.

Medaillen im Ziel

Nur zwei der 308 Starter erreichten ihre Zielzeit nicht, aber die beiden waren erst drei und vier Jahre alt. Die Dreijährigen waren übrigens die jüngsten Starter. Neben vielen Kindern und Jugendlichen aus Gommern und Umgebung machten mehrere Läufer aus Braunschweig und Gotha beim 11. MALIG mit.

„Fünf, vier, drei, zwei, eins!“ und die Hände gingen in die Höhe. Geschafft! Die letzten Sekunden hatten Läufer und Zuschauer gemeinsam runter gezählt. MALIG-Organisator und SV Eintracht Gommern-Vorsitzender Steffen Hartwig hatte die Sportler den gesamten Lauf über angefeuert und begleitet und das Publikum nicht vergessen lassen, das seine Unterstützung lautstark gebraucht wird. Am Ende konnte er glücklich feststellen, dass das Flair sich hinter den großen Wettbewerben in Hamburg oder Berlin nicht verstecken muss.

Erstmals erhielten die Läufer gleich nach ihrem Zieleinlauf ihr Medaillen, sonst hatte es diese erst nach Abschluss aller Startblöcke gegeben. Mit ihren Medaillen durften sich die Kinder einen kostenlosen Becher MALIG-Brause holen und den Stempel in ihren Laufpass. Wer sein Zielläufer-T-Shirt des 10. MALIG trug, bekam sogar zwei Stempel.

Burkhard Schulle, Abteilungsleiter Kanu des SV Eintracht Gommern, informierte während der Laufveranstaltung über die bundesweite Aktion „Bewegung gegen Krebs“, an der sich der Sportverein beteiligt. „Durch regelmäßige Bewegung kann das Krankheitsrisiko gemindert werden.“ Beispielsweise die Abteilung Kanu bietet Schnupperkurse an. „Kanusport kann man bis ins hohe Alter betreiben“, betonte Burkhard Schulle. Seine Abteilung konnte durch die Aktion neue Mitglieder gewinnen.

Der (schließlich leer gekaufte) Eiswagen sowie Kaffee und Würstchen versorgten die Zuschauer und Starter. Einige Besucher hatten einen langen Anmarsch: Die Parkplätze ringsum das Sportforum waren komplett belegt.

Der 12. MALIG findet am 12. Dezember in der großen Sporthalle statt.