Niegripp l  Doch nicht immer hielt die SG ihre Konzentration am Sonnabendnachmittag auf Anschlag, was die beiden Gegentore unter Beweis stellten.

Es war wieder einmal Kritik auf höchstem Niveau, die René Sandmann nach dem erfolgreichen 5:2 und dem damit verbundenen Verteidigen der Tabellenführung gegenüber den ärgsten Mitstreitern Arminia und HSV Medizin Magdeburg äußerte. Doch die SG will nun mal höchstes Niveau in dieser Spielklasse abbilden, womit die Kritik trotz des „Dreiers“ durchaus berechtigt ist. „Wir müssen die Konzentration konstant hoch halten. In der Anfangsviertelstunde der zweiten Halbzeit sowie bei der Chancenverwertung ist uns das nicht gelungen.“

Gegentore fallen zu einfach

Viel zu einfach seien die Gegentore zustande gekommen. Zudem sei man mit dem Spielerwechsel des FCM zur zweiten Halbzeit nicht richtig klargekommen. Die Rückwärtsbewegung verlief nicht optimal, sodass Marcel Würlich seine Elf mit dem 1:2-Anschluss wieder zurück ins Spiel brachte. Auch das 2:4 hätte nicht fallen dürfen, da die Gastgeber zu dieser Phase alles im Griff hatten. Doch die Balance zwischen permanentem Angriffsfußball und dem gelegentlichen Verteidigen stimmte nicht, weshalb das Tor wie aus dem Nichts fiel. „Verteidigen fängt vorn an und endet bei der Abwehr.“

Zuvor dominierten die Niegripper, wie man es von ihnen gewohnt war. Mit breiter Spielanlage und Variabilität über beide Flügelpositionen, wurden die Magdeburger teilweise schwindelig gespielt. Stürmer Justin Schaffrath erzielte sein erstes Tor nach seinem verletzungsbedingtem Ausfall. Somit wurde die Erfolgsspur bereits in der dritten Minute vorgezeichnet. Nicht nur Schaffrath ließ sein Trainerduo Thomas Seidelt/Sandmann breit grinsen. Auch die Rückkehr von Fabian Mlynek verlief nach Maß. „Es freut mich sehr für ihn.“ Als wäre er nie weg gewesen, wirbelte er mit viel Selbstvertrauen entlang des gegnerischen Strafraums.

Schlüter düpiert FCM-Defensive

Nach einer guten Stunde läutete die SG ein kleines Offensivfeuerwerk ein. Erst traf Andre Wittpahl nach Foul an Till Räcke vom Punkt, danach Christoph Ackmann nach gutem Zusammenspiel. Gleich dreimal rettete des Gehäuse den FCM vor einer höheren Niederlage. Besonders schwer taten sich die Himmelblauen mit Kapitän Marcus Schlüter, der nur selten vom Ball zu trennen war und unter anderem einmal das Aluminium traf. Den Schlusspunkt dieser torreichen Partie setzte der eingewechselte Oliver Blum nach einem Angriff über rechts zum 5:2.

Kommende Woche muss Niegripp gleich zweimal ran. Am Sonnabend (15 Uhr) geht es zur Reserve des Haldensleber SC. Am darauffolgenden Mittwoch (18.30 Uhr) steht das Nachholspiel zuhause gegen den FSV Borussia Genthin an.

Niegripp: Krüger – Zeuch, H. Schäfer, Wittpahl, Westhause, M. Lindenblatt (69., Ackmann), Räcke (75., Blum), Schaffrath (61., Mlynek), B. Schäfer, Schlüter, Plünnecke

1. FC Magdeburg II: Sahlmann – Schüßler (46., Litzinger), Beckmann, Naujoks, Bansemer, Wendt, Fechtner, Hausmann, Baier, Lapin (72., Sauerborn), Würlich

Tore: 1:0 Justin Schaffrath (3.), 2:0 Marcus Schlüter (30.), 2:1 Marcel Würlich (48.), 3:1 Andre Wittpahl (FE, 60.), 4:1 Christoph Ackmann (70.), 4:2 Sebastian Wendt (76.), 5:2 Oliver Blum (91.); SR: Thomas Görges (Uetz), Klaus Reimer, Stefanie Wenslau; ZS: 77