Burg l Wenn Wolfgang Meyer Besucher durch die Landesgartenschau führt, spürt er immer wieder eine „starke Neugier. Die Menschen interessieren sich für die Geschichte der Stadt und die Entwicklung der Gartenschau-Flächen“, sagt der Burger und fügt hinzu: „Auch wenn die Besucherzahl möglicherweise nicht auf den Punkt aufgehen wird, haben wir viel gewonnen. Das wird es so schnell nicht wieder geben.“

Davon ist auch Sonnhild Noack überzeugt. Die Geschäftsführerin der Laga GmbH hat in diesen Tagen mit vielen Zahlen und Statistiken zu tun. Denn Halbzeit ist auch Anlass für eine Art Zwischenbilanz und die Gelegenheit, an Stellschrauben zu drehen und neue Ideen zu entwerfen.

Mehr erhofft

Die wichtigste Zahl, die über allen Themen der Laga steht, stimme jedenfalls optimistisch. Rund 200.000 Besucher haben in den zurückliegenden 85 Tagen die vier Kernflächen der Laga kennengelernt und möglicherweise auch andere Bereiche von Burg sowie die Innenstadt. Sonnhild Noack bezeichnet die Resonanz als „gut“. „Die Machbarkeitsstudie vor der Gartenschau ist von 400.000 bis 500.000 Besuchern ausgegangen, als offizielle Zahl wurden die 450.000 als realistisch betrachtet. So gesehen haben wir zwar etwas mehr erhofft, aber noch keinen Grund, pessimistisch zu sein. Wir gehen motiviert in die nächsten Monate.“ Rückblickend hätten die ungewöhnlich heißen Wochen seit Anfang Mai dazu beigetragen, dass der eine oder andere den Besuch verschoben hat. „Vielleicht auf den Spätsommer“, hofft Noack.

Auch Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD), zugleich Vorsitzender des Aufsichtsrates der Laga GmbH, setzt darauf. „Ich bin zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten noch sehr viele Besucher nach Burg kommen werden. Unser Konzept ist aufgegangen und die Stadt schon jetzt bekannter. Mit der Gestaltung der Flächen beeindrucken wir zweifellos.“

Umfangreiches Werk

Das gehe im Übrigen auch aus einer Umfrage hervor, die die Laga in Auftrag gegeben hat und die jetzt ausgewertet werden soll, ergänzt Noack. So habe ein erster Blick in das umfangreiche Werk ergeben, dass die Gäste allen vier Kernflächen eine hohe Punktzahl gegeben haben und besonders die Spielplätze beeindruckten.

Für den Vorsitzenden des Laga-Fördervereins, Dr. Udo Vogt, haben die bisherigen Monate gezeigt, dass das „Gesamtpaket Laga“ stimmt. „Das, was geschaffen wurde, stößt auf breite Zustimmung. Das erlebe ich auch bei meinen Führungen.“ Mit der Gartenschau habe die Stadt den Einstieg in den sanften Tourismus geschafft. Jetzt komme es darauf an, einzelne Punkte, wie gastronomische Öffnungszeiten oder das Informations- und Leitsystem, „abzurunden“.

Intensive Werbung

Mit Blick auf den Sommer und Herbst stehe neben dem Wechselflor, einem umfangreichen Ferienprogramm und kulturellen Höhepunkten, wie Auftritte von Karat, Max Giesinger, ein weiterer kubanischer Abend und die SAW-Party, auch intensive Werbung auf dem Programm. „Wir machen verstärkt im Radio in Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin auf uns aufmerksam und werben mit Teams auch direkt in Städten, beispielsweise Potsdam“, sagt Sonnhild Noack.