Die drei Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 67 unterstützen Wunsch nach B 1-Umgehung

Gut für Wirtschaft und Lebensqualität

Von Mario Kraus

Die Leserdiskussion und das Volksstimme-Forum in der Stadthalle haben gezeigt: Die übergroße Mehrheit der Burger befürwortet den schnellstmöglichen Bau einer B 1-Ortsumgehung. Auch die drei Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis 67 unterstützen das Vorhaben.

Burg l Auch wenn mit dem Bau vermutlich nicht in den nächsten zehn Jahren begonnen wird, sollten die lokalen Entscheidungsträger Druck machen. Das forderten viele Burger auf dem Forum. Sowohl der SPD-Stadtratsvorsitzende Heiko Jerkowski als auch Bau- und Umweltausschussvorsitzender Clemens Engel (CDU) versicherten, diesen Willen auch auf politischer Ebene im Stadtrat umzusetzen.

Hintergrund: Im aktuellen Bundesverkehrswegeplan ist die Ortsumgehung für die Stadt Burg festgeschrieben. Die vorgesehene acht Kilometer lange Straße wird mit Investitionskosten in Höhe von rund 18 Millionen Euro veranschlagt.

Wie wichtig eine Ortsumgehung für die Kreisstadt ist, betonte jetzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Behrens: "Ich halte diese Trasse für sinnvoll, um steigende Verkehrsströme besser kanalisieren zu können. Gemeinsam mit den Gremien vor Ort möchte ich mir ein Bild von der steigenden Verkehrsbelastung - insbesondere des Schwerlastverkehrs - machen. Der Aspekt der Verkehrssicherheit liegt mir auch in meiner Funktion als Ortsbürgermeister von Ebendorf am Herzen." Behrens will das Gespräch mit dem Bundesverkehrsministerium suchen und wies auch darauf hin, dass der Bundesverkehrswegeplan insgesamt 63 Ortsumgehungen im vordringlichen Bedarf für Sachsen-Anhalt vorsehe. "Davon sind bereits 71 Prozent realisiert, weitere befinden sich im Bau." Außerdem: "Für einen starken Wirtschaftsstandort ist auch eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur wichtig."

Auch die langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff hält den Wunsch nach einer Umgehung für verständlich. Dabei gehe es auch um die Lebensqualität der Bürger, die auf diese Weise spürbar verbessert werden könnte. "Ich bin oft in Burg und weiß auch von den Bürgersprechstunden, welchen Verkehrsbelastungen viele Anwohner der B 1 ausgesetzt sind. Deshalb unterstütze ich alle Anstrengungen für einen Bau und werde mich dafür auch gern engagieren", sagte Waltraud Wolff. In Zusammenarbeit zwischen Bund, Land und Stadt müsse daran beharrlich gearbeitet werden. "Wir müssen in diesem Zusammenhang auch sehen, wie sich das Land positioniert und auf die Dringlichkeit aufmerksam machen."

Ähnlich sieht es Jens Ackermann, Bundestagsabgeordneter der FDP. Aus Sicht des Bundesministeriums handele es sich speziell für Burg zwar um ein kleineres Projekt, aber für die Anwohner sei es "von besonderer Bedeutung". Diesen Eindruck habe er als Autofahrer oft genug bekommen. Sein Vorschlag: "Wir drei Abgeordnete aus dem Wahlkreis sollten, unabhängig von den Parteibüchern, zusammenstehen und so bei Minister Ramsauer die schnelle Umsetzung des Vorhabens einfordern."

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