Biederitz l Blumen und ein Ständchen der Mannschaft gab es bereits vor dem Anpfiff der Spitzenbegegnung in der Biederitzer Ehlehalle, beging doch die langjährige Trainerin Elke Wiedon am Spieltag ihren Ehrentag. Mit Geschenken war es dann aber schnell vorbei, denn für eine Begegnung, in der es vom Tabellenbild her um nicht wirklich viel ging, wurden es 60 hart umkämpfte, aber auch sehr ansehnliche Minuten.

Im ersten Abschnitt begegneten sich beide Mannschaften zumeist auf Augenhöhe, wobei die Allerstädter beim 6:4 (8.) und 8:6 (13.) knapp die Nase vorn hatten. Im weiteren Verlauf setzten sich die spielstarken und sehr körperbetont agierenden Gäste auf 10:6 und 12:8 ab, weil die Gastgeber viele gute Möglichkeiten nicht im gegnerischen Gehäuse unterbringen konnten. Danach stellten sich die SVE-Frauen sichtlich besser auf den SVO-Angriff ein und verkürzten durch Monique Kumpf und Cindy Heitmann auf 10:12. Dem 11:13 der Gäste ließ die agile Gina Hesse mit einem Doppelpack den 13:13-Ausgleich folgen.

SVE-Damen zu fahrlässig

Bis zur Pausensirene trafen dann die Gäste, die noch zwei Zeitstrafen wegen zu harten Einsteigens kassierten, zur knappen 15:14-Führung.

Nach Wiederbeginn hatte der seit Wochen feststehende Meister weiterhin die Begegnung im Griff, auch wenn die Gastgeber beim 16:19 und 18:21 (39.) zunächst noch Anschluss hielten. Bis zur 42. Minute trafen die wurfgewaltigen SVO-Damen dann viermal in Folge zum 25:18 (42.) und stellten damit die Zeichen klar auf Auswärtssieg. Die Biederitzer waren auch in der Folgezeit jederzeit bemüht, ein ordentliches Resultat zu erzielen. Viele gute Möglichkeiten blieben aber auch bis zum Schlusspfiff ungenutzt. Die Oebisfelder dagegen profitierten von ihrer starken Bank und ließen sich auch trotz vieler Wechsel nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Am Ende gewannen die Schützlinge um Trainer Christian Herrmann verdientermaßen mit 35:28 und zeigten damit sehr eindrucksvoll, dass sie völlig verdient den Meistertitel in der Nordliga errungen haben.

„Der Sieg für unsere Gäste geht in Ordnung. Wir hatten allerdings genügend Möglichkeiten, um ein besseres Resultat zu erzielen“, meinte „Geburtstagskind“ Wiedon. Bereits in drei Wochen stehen sich beide Mannschaften wieder gegenüber, wenn es zum Endspiel im Nordcup kommt. Dann hat der SVE die Chance sich zu revanchieren.

Biederitz: Schieke, Geringer - Gericke (3), Swoboda (5), Schneider, Kumpf (8/2), Köster (2), Schottstedt (3), Heitmann (2), Beckner, Beer, Hesse (5)