Möser l „Die CDU-Fraktion ist gegen den Neubau der Brücke über die Bahnlinie zwischen Lostau und Körbelitz“, lässt Frank Winter auf der jüngsten Sitzung des Möseraner Haupt- und Finanzausschusses wissen. „Den Neubau sollten wir nach hinten schieben“, ergänzt Peter Hammer von der SPD.

Die Gemeinde habe jetzt wichtigere Investitionen zu tätigen, fügt er an, zum Beispiel die Erweiterung der Lostauer Kita mit einem Anbau von 60 Krippenplätzen. Der Erweiterungsbau der Möseraner Grundschule muss ebenfalls aus eigener Kasse finanziert werden. „Da brauchen wir das Geld eher für die Kinder“, lässt er vernehmen. Fakt ist indes, dass die marode Brücke abgerissen werden muss.

Ein vernichtendes Urteil

Thomas Schmidt, Ge- schäftsführer der Stendaler Brücken- und Verkehrsanlagenplanungs GmbH, hatte vor einem Jahr über eine Sonderprüfung der Eisenbahnbrücke am Vorwerk informiert und ein vernichtendes Urteil fällen müssen. Mit der Note 4 kommt eigentlich nur noch ein Abriss in Frage.

Der Möseraner Ortsbürgermeister ist nach dem Abriss eher für den Neubau einer Geh- und Radfahrerbrücke, wie es der Bauausschuss empfohlen hatte. Allein der Abriss kostet knapp 200 000 Euro. Die Gemeindeverwaltung will dazu Fördergeldmöglichkeiten erschließen. Die Bahn werde sich nicht beteiligen.Die Verwaltung hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Wegverbindung nicht kappen zu wollen.

Eine Empfehlung sprach der Hauptausschuss in dieser Sache nicht aus. Das Thema solle im Gemeinderat ergebnisoffen diskutiert und dann entschieden werden.