Gommern |  In der zentralen Datenbank sind drei Menschen gefunden worden, die als Stammzellenspender für den dreijährigen, an Blutkrebs erkrankten Jungen infrage kommen. Bei den drei potenziellen Spendern stimmen wichtige Gewebemerkmale überein. Ein Hoffnungsschimmer für Jared.

Ganz sicher kann sich die Familie allerdings noch nicht sein. Bei den drei möglichen Spendern sind weitere Untersuchungen nötig. Erst deren Ergebnisse werden zeigen, ob eine Stammzellentransplantation möglich ist. Annika Schirmacher von der DKMS (früher Deutsche Knochenmarkspenderdatei) warnte deshalb am Montag vor übertriebener Freude: „Die Personen müssen gefunden werden, sie müssen Blut abgeben, sie müssen gesund sein und sie müssen am Ende auch Ja zu der Transplantation sagen.“ Schirmacher wollte als Vertreterin der DKMS auch nicht offiziell bestätigen, dass es drei mögliche Spender für Jared gibt. Das sei aus Datenschutzgründen nicht möglich, so Schirmacher. Auch, ob einer der Spender durch die große Typisierungsaktion Mitte Februar in Gommern gefunden wurde, kann die DKSM nicht sagen. Auch das unterliege dem Datenschutz, so Schirmacher.

Die Hoffnung und die Erleichterung bei Jared und seiner Familie ist trotzdem groß. „UUUUND TREFFER“ heißt es auf der Facebookseite „Jared will leben“. Wenn die Untersuchungen bei zumindest einem der potenziellen Spender gut laufen, könnte Jared Anfang, Mitte April die lebensrettende Transplantation bekommen, sagte Mutter Julia Schlicht am Montag. Bis 23. März laufe noch der aktuelle Chemozyklus. Danach könne Jared auf die Stammzellenspende vorbereitet werden. Den genauen Zeitplan erfährt die Familie heute.