Burg l Der angekündigte und vielfach erhoffte Regen hat Burg am Donnerstag und Freitag nur kurz gestreift. Stellenweise wurden am Freitag eineinhalb Liter pro Quadratmeter gemessen – viel zu wenig, um den Durst der Natur nach Wasser zu stillen. Die Folgen sind mittlerweile dramatisch: Unterhalb der Roten Mühle beispielsweise ist die Beeke ausgetrocknet, eine Wasserzufuhr in den Elbe-Havel-Kanal nicht mehr gewährleistet.

„Solch eine länger anhaltende Situation hatten wir lange nicht mehr“, sagt Wieland Günther, Grünflächenexperte der Burger Stadtverwaltung. Im vergangenen Jahr sei die Beeke stellenweise etwa drei Tage fast wasserlos gewesen, dann aber habe anhaltender Regen eingesetzt. Das jedoch ist derzeit nicht absehbar. Sollte am Fluss auch das Oberflächenwasser weiter versickern und der Grundwasserspiegel noch mehr sinken, hätte dies auch Auswirkungen auf die angrenzenden Uferbäume.

Stadtwald bleibt unbeschadet

Die Beeke entspringt im militärisch genutzten Gebiet bei Körbelitz oberhalb von Möser, sie verläuft unterhalb der Autobahn in Richtung der ehemaligen Hubertusmühle und der folgenden Bocksmühle bei Schermen. Weiter nach Detershagen teilt sie sich auf und fließt zur Roten Mühle nach Burg mit dem Mühlenteich und anschließend zur Paddenmühle, eine alte Sägemühle. So wurden einstmals insgesamt fünf Mühlen mit dem Beekewasser angetrieben. Teilweise wurden auch Teiche angelegt, um das Wasser zu stauen.

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Aber nicht nur die Beeke ist ohne Wasser, auch kleinere Gräben oder Abzweigungen sind betroffen, wie der so genannte Flieger- oder Springgraben nahe Burg. Nennenswerte Auswirkungen auf den rund 1000 Hektar großen Stadtwald haben die Hitzwochen bislang nicht. „Zum Glück hatten wir keine Aufforstungen durchgeführt. Sonst hätten wir sicher Probleme gehabt“, sagte Günther. Nichtsdestotrotz sei für das Forstgebiet dringend Regen nötig.