4,2 Hektar große Fläche an der Lostauer Straße / Fertigstellung 2012

In Gerwisch soll ein neuer Solarpark gebaut werden

Von Thomas Rauwald

Gerwisch l An der Lostauer Straße von Gerwisch soll ein weiterer Solarpark entstehen. Die Gerwischer Ortschaftsräte und der Biederitzer Bauausschuss haben über dieses Planprojekt bereits beraten.

Auf beiden Versammlungen hatte Bauamtsmitarbeiterin Kerstin Mecke die Abgeordneten über das Bauvorhaben eines privaten Investors in Kenntnis gesetzt.

Die Umsetzung der Pläne verlangt die Aufstellung eines Bebaungsplanes und macht somit eine Veränderung des Flächennutzungsplanes von Gerwisch notwendig. Die beabsichtige Baufläche in einem Teil des ehemaligen Schrottplatzes an der Lostauer Straße ist bisher mit den Zweckbestimmungen Sportplatz, Parkanlage und Spielplatz für den Fall der Stilllegung des Schrottplatzes ausgewiesen. Für den Bau eines Solarparkes ist die Ausweisung der benötigen Fläche als Sondergebiet "Solarpark" erforderlich. Zu diesem Zweck hatte bereits eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung und die frühzeitige Behördenbeteiligung stattgefunden. Wesentliche Einwände habe es nicht gegeben, so Kerstin Mecke. Allerdings könnte es mit der Fläche Probleme geben, da die Bodenwertkarte dieses Areal als Altlastverdachtsfläche mit großflächiger Bodenbelastung ausweist. Das Gebiet ist einst militärisch und industriell genutzt worden.

Den Antrag auf Errichtung einer Solaranlage hätten der Flächeneigentümer und der Investor gemeinsam gestellt. Es ist im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens eine Übertragung der Fläche an den Investor vorgesehen, so die Baufachfrau.

Der Investor will zum Betreiben eine Gesellschaft mit Niederlassung in der Gemeinde Biederitz gründen. Es ist geplant, dass die Anlage noch in diesem Jahr gebaut werden soll. Dazu wird ein städtebaulicher Vertrag geschlossen. Die Gesamtkosten für die Planungen und den Bau des rund 4, 2 Hektar großen Solarparkes trägt der Errichter.

Beide Gremien hatten der Aufstellung und der Auslegung eines Flächennutzungsplanes und eines Bebauungsplanes zugestimmt.

In Gerwisch ist Ende 2009 auf einer Fläche von 36 Hektar eine Photovoltaikanlage in Betrieb gegangen, die über eine Leistung von rund 8,6 Megawatt verfügt.