Loburg l Wie soll es weiter gehen mit der Parksituation auf dem Loburger Markt? In der jüngsten Ortschaftsratssitzung erklärte Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann, es gäbe eine „mittelfristige Lösung“, mit deren Hilfe bis zu 200 neue Parkplätze im Ort entstehen sollen.

Es sind die berühmten zwei Seiten der Medaille: Einerseits sind viele in Loburg froh, dass mit der Ansiedlung von „Barby-Café“ und dem „Rittergut“ Leben und Tourismus am Markt eingezogen sind, andererseits wird die angespannte Parkplatzsituation im Umfeld beklagt. Besonders an den Wochenenden nutzen Besucher von außerhalb den Marktplatz vor dem Rathaus als Parkfläche.

„Unsere gestellten Anträge zur Verhinderung des Parkens auf dem Marktplatz haben nicht gefruchtet“, erklärte Loburgs Ortschef Bernd Wünschmann in der jüngsten Ortschaftsratssitzung. Weder wurden Poller gesetzt, die das Befahren des Platzes verhindern, noch wurden Parkverbotsschilder aufgestellt.“

Parkplatznot nimmt zu

Wünschmann gibt zu bedenken, dass sich die Parkplatznot mit dem Wegfall von bis zu 15 Parkplätzen verstärken werde, wenn die beabsichtigten Querungshilfen am Markt gebaut würden.

Auch Wünschmann ist froh, dass Loburg in der jüngeren Vergangenheit Bekanntheit und deswegen Zulauf erhalten habe. Aber es ärgert mich auch maßlos, wenn dann Leute sogar ihr Campinggeschirr auf dem Markt aufbauen und nachher ihr Waschwasser auf dem Markt auskippen. Dafür ist der Platz zu schade. Dagegen sollte man einschreiten. Aber ich habe keine Handhabe.“

Auch wegen dieser Angelegenheit waren Anfang August Bernd Wünschmann und Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly nach Rövershagen gefahren, zu Robert Dahl, der die Barby-Gastronomie aufgebaut hat. „Wir haben über eine mittelfristige Lösung gesprochen, die braucht für ihre Verwirklichung aber noch Zeit. Dann hätten wir die Möglichkeit, einen Parkplatz für 200 Fahrzeuge einzurichten. “

Standort ist noch unklar

Konkrete Angaben, wo denn dieser Parkplatz für 200 Autos entstehen soll, machte Wünschmann an dem Sitzungsabend nicht. Es ist aber anzunehmen, dass sich die ins Auge gefasste Fläche in der Nähe des Barby-Areals befindet.

Doch soweit ist es eben noch nicht. „Bis dahin müssen wir wohl mit der aktuellen Situation leben, um den Besuchern Parkplatze anzubieten.“ Bis auf wenige Ausnahmen, so Bernd Wünschmann, laufe die Parkerei vor dem Rathaus ja auch „in ruhiger Atmosphäre“ ab.

Eine andere Stellflächen-Alternative habe sich zerschlagen, so Wünschmann: Das Angebot des benachbarten Kleingartenvereines „Ratswiese“, auf deren Gelände am Münchentor einen Parkplatz einzurichten, war vom Landkreis Jerichower Land abgelehnt worden mit der Begründung, dass es sich hier um einen Außenbereich handele. Mit der Eröffnung des Rittergutes hatte der Betreiber Robert Dahl links neben seinem Gasthaus Parkplätze geschaffen, doch die sind besonders für ortsfremde Besucher kaum zu entdecken. Eine Einwohnerin forderte daher, die Hinweisschilder besser sichtbar aufzustellen.