Burg l Im Konkurrenzkampf zwischen Rolandplatz, Schartauer Straße und Markt hat letzterer in den zurückliegenden Jahren oft ein Nischen-Dasein geführt. Fest steht jedoch: Das Areal eignet sich sehr wohl für Gewerbetreibende. Davon jedenfalls ist Stefanie Knak überzeugt. Die junge Friseurmeisterin verlagerte ihren Salon von der Schartauer Straße zum Markt 3 bis 4 und nimmt dort eine Fläche von rund 180 Quadratmetern ein. Ganz zur Freude von Podologe Bernhard Graetsch. Der betreibt seine Praxis bereits 14 Jahren in diesem Teil der Stadt und hat jetzt wieder Nachbarn.

Friseur und Kosmetik

Stefanie Knak hat den Umzug ihres Salons „Glückssträhne“ bewältigt. Zusammen mit zwei Friseurinnen, zwei Kosmetikerinnen und einer Nagel-Designerin verfügt sie jetzt über den Platz, der für ihr berufliches Konzept am besten ist. „Wir haben seit über zwei Jahren nach Räumlichkeiten für unsere Geschäftsidee gesucht. Die zentrale Lage des Concert Haus Carrés sowie die hellen, freundlichen Räume haben mir schon immer gefallen.“ Zwei Punkte seien aber ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen, innerhalb der Innenstadt umzuziehen. „Um den Markt herum gibt es ausreichend Parkplätze.“ Entweder direkt vor der Tür oder aber wenige Meter entfernt. Und der neue Salon verfügt auch über einen barrierefreien Zugang. „Die Wobau ist auch auf unsere baulichen Wünsche eingegangen“, sagt die Geschäftsfrau.

Im Herbst ziehen bereits die nächsten gewerblichen Mieter ein – die IKK gesund plus sowie der Kreisverein der Burger Lebenshilfe, der zusätzlich noch weitere Flächen von der Wobau in der Deichstraße angemietet hat. So soll im Erdgeschoss des Komplexes 55plus eine Art Begegnungsstätte eingerichtet werden, erklärt Stefanie Siegel, Vorsitzende des Lebenshilfe-Kreisvereins. Die Räume sollen für verschiedenste Veranstaltungen, wie Spiele- oder Kochabende, genutzt werden. Das geplante Büro als Anlaufstelle für das ambulant betreute Wohnen ist künftig nur wenige Meter entfernt im Concert Haus Carré und bietet dann eine optimale Verbindung. „Die zentralen Lage mit der Nähe zu den Parks und barrierefreie Erreichbarkeit waren für uns wichtig“, sagt Siegel.

Prägnante Adresse

Anfang 2020 folgt dann noch die Physiotherapie-Praxis von Torsten Teßmann. Bis dahin will die Wobau noch weiter in diesen Bereich investieren, kündigt Geschäftsführerin Bärbel Michael an. Das Unternehmen nehme rund 200.000 Euro für den Umbau der etwa 730 Quadratmeter großen Gewerbezeile in die Hand. „Wir freuen uns, dass diese für Burg so prägnante Adresse wieder zum Leben erwacht.“ Dabei hätten sich die plakative Werbung, die Vorstellungen und künstlerische Nutzung der Räume während der Landesgartenschau (Laga) ausgezahlt.

Zudem gibt es neue Ideen: Nach Vorstellungen der Wobau eigne sich beispielsweise der markante Turm ideal für Ausstellungen oder Ateliers. Außerdem könnten sich Startup-Firmen hier verwirklichen.