Burg l Das digitale Zeitalter erreicht auch Burg. Immerhin sollen rund 8000 Haushalte und 950 Unternehmen profitieren, sagt Andrea Gottschalk, Sachgebietsleiterin Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung.

Nach dem Spatenstich für den Breitbandausbau Anfang Oktober vergangenen Jahres wird an vielen Stellen der Stadt emsig gebuddelt, um die hochwertigen Glasfaserkabel zu verlegen. Die Kombination aus Glasfaserkabel mit Aufrüstung der vorhandenen Kupferkabel erweise sich als sehr effektiv. „Wir liegen beim Ausbau im Plan. Unser Ziel, die Arbeiten im ersten Quartal 2019 zu beenden, werden wir einhalten“, versichert Joachim Fricke, Leiter Breitbandausbau für Sachsen-Anhalt der Telekom. Das Unternehmen setzt dabei auf das NGA-fähige Internet. Die Abkürzung steht für „Next Generation Access“. Es handelt sich um eine Technologie, die auf Internetprotokollen basiert.

2000-mal schneller

Daten werden dann deutlich schneller als bisher übertragen. Geplant sind Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit/Sekunde. Zum Vergleich: Das Internet ist dann etwa 2000-mal schneller als bei einem Modem.

In der Kernstadt selbst wurden bislang 86 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, das entspricht 40 Prozent der Gesamtmenge. Zudem stehen die 66 Sockel für Multifunktionsgehäuse, die mit DSL-Technik ausgestattet werden. Diese Stahlschränke werden dann ab Juli schrittweise in Betrieb genommen, so Fricke.

Auch die Firmen im Indus-trie- und Gewerbegebiet an der B 246 a und in der Lutherstraße werden vom Hochgeschwindigkeits-Internet profitieren.

Standortvorteil

Auf diese Weise könne Burg künftig mit einem klaren Standortvorteil punkten, sagt Andrea Gottschalk. Das soll sich auch auf Neuansiedlungen auswirken.

Im kommenden Jahr werde es darüber hinaus gleiche Internetbedingungen für die Einwohner in den Ortschaften geben. Während in Ihleburg die Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, stehen Schartau, Niegripp und Parchau kurz vor der Fertigstellung.

Reesen und Detershagen werden von MDDSL erschlossen. „Für diese Dörfer ist uns der aktuelle Stand nicht bekannt“, so Andreas Gottschalk.