Spielplätze

Kantorwiese in Biederitz ist zentraler Platz des Ortes

Gemeindebürgermeister Kay Gericke (SPD) und die Ortsbürgermeister wagen zurzeit eine Bestandsaufnahme der Spielplätze der Gemeinde Biederitz. Bis auf einen Ort haben alle mindestens einen Spielplatz, manche sogar mehrere.

Von Anke Reppin
Die Kantorwiese in Biederitz ist nicht nur Spielplatz, sondern auch ein zentraler Veranstaltungsort im Ort.
Die Kantorwiese in Biederitz ist nicht nur Spielplatz, sondern auch ein zentraler Veranstaltungsort im Ort. Foto: Anke Reppin

Biederitz

Acht Spielplätze gibt es in den sechs Ortschaften der Gemeinde Biederitz. Drei davon in der Ortschaft Biederitz. Neben der Kantorwiese gibt es zwei weitere Spielflächen nahe der Heyrothsberger Straße auf Höhe der Straßen Am Feldrain und Zur Ehle.

Zentraler Spielplatz ist die bekannte Kantorwiese. Hier finden kleine und große Kinder Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten vor. Die Jugendlichen sind am Basketballplatz zu finden, der in diesem Jahr vielleicht noch vollständig saniert werden soll. Auch der Bolzplatz wird eher von den größeren Kindern genutzt. Die Seilbahn hingegen erfreut sich großer Beliebtheit bei nahezu allen Altersklassen. Klettergerüst, Spielhaus, Drehscheibe, Schaukeln und noch mehr sind ebenfalls auf der Biederitzer Kantorwiese zu finden.

„Es ist der zentrale Ort der Ortschaft Biederitz“, sagt Ortsbürgermeister Carsten Schneider (Aktiv für Bürger). Denn die Kantorwiese ist nicht nur der zentrale Spielplatz, sondern auch Veranstaltungsort von Konzerten, dem Ehlefest oder dem Weihnachtsmarkt des Ortes.

Ortsbürgermeister Carsten Schneider und Gemeindebürgermeister Kay Gericke unter dem Pavillon auf der Biederitzer Kantorwiese.
Ortsbürgermeister Carsten Schneider und Gemeindebürgermeister Kay Gericke unter dem Pavillon auf der Biederitzer Kantorwiese.
Foto: Anke Reppin

Zuletzt hatte der Ort 2017/18 einen größeren sechsstelligen Betrag in die Erweiterung der Spielgeräte und die Errichtung eines Veranstaltungs-Pavillons investiert. Durch den Biederitzer Adventsweg waren darüber hinaus in den vergangenen Jahren Spendengelder geflossen, die ebenfalls in die Neuanschaffung und Aufstellung von Spielgeräten, etwa einer Kletterpyramide, investiert worden waren.

Aktuell wolle sich der Biederitzer Ortschaftsrat nochmal mit dem Auf- beziehungsweise Umstellen von Sitzbänken beschäftigen, kündigte Schneider an. Denn Eltern hatten nach dem Aufstellen des aktuellsten Spielgerätes bemängelt, dass sie mit dem Rücken zu ihren spielenden Kindern säßen. Entweder solle deshalb eine Bank umgestellt oder eine vom Deich an die Kantorwiese versetzt werden, so der Ortsbürgermeister. Sanierungsbedarf sieht Carsten Schneider am Spielehaus. Auch hier will der Ortschaftsrat dranbleiben.

Ewige Baustelle sei leider das Toilettenhäuschen an der Kantorwiese, kritisierte Schneider. Hier würden sich immer wieder Sprayer mit illegalen Graffiti verewigen. Vielleicht, so der Ortsbürgermeister, sei es eine Überlegung wert, hier ein offizielles Graffito zu planen.

„Die Kantorwiese war schon mit nur einer Wippe und einem Klettergerüst zu DDR-Zeiten Spielplatz“, erinnert sich Gemeindebürgermeister Kay Gericke. Nach der politischen Wende sei der Platz nach den Vorstellungen der Landschaftsarchitektin Petra Pelz in mehreren Abschnitten neu gestaltet worden.

Ortsbürgermeister Andreas Lange und Gemeindebürgermeister Kay Gericke auf dem Spielplatz in Gübs.
Ortsbürgermeister Andreas Lange und Gemeindebürgermeister Kay Gericke auf dem Spielplatz in Gübs.
Foto: Anke Reppin

Der Spielplatz in Gübs ist eine Spende der Bremer Polizei. Die Polizeibeamten hatten nach dem Jahrhunderthochwasser 2002 an einem Brennpunkt helfen wollen und waren so auf Gübs gekommen. Sie spendeten nicht nur die Geräte, sondern bauten den Spielplatz damals auch vor Ort auf, erzählt der Gübser Ortsbürgermeister Andreas Lange (Aktiv für Bürger). Der Spielplatz sei im Laufe der Jahre, insbesondere durch viel Eigeninitiative der Gübser, erweitert worden. Erst im vergangenen Jahr waren der Weg neu gepflastert, der Inhalt des Sandkastens erneuert und Streicharbeiten vorgenommen worden.

Erst in diesem Jahr hatte die Hangelstrecke auf dem Spielplatz in Gübs neue Ringe erhalten. Auch das war auf Eigeninitiative und Finanzierung durch Gübser Einwohner umgesetzt worden.

Eine weitere Spielfläche des Ortes befindet sich mit Bolzplatz und Outdoor-Tischtennisplatte in Klein Gübs.

Auch wenn die klamme Gemeinde nicht so viel Geld in ihre Spielplätze stecken kann, wie das vielleicht wünschenswert wäre, könnte sich die Anzahl der Plätze und Spielgeräte doch sehen lassen, sagt Kay Gericke. Für den letzten verbleibenden Ort ohne Spielplatz, Königsborn, seien bereits Vorplanungen in Gange.