Burg l Mehr als 4000 Euro kostet der neue Motor für das Begleitboot der Kanuten. Etwa die Hälfte steuern jetzt der Landkreis und der Kreissportbund Jerichower Land bei. Die restliche Summe hatte die Abteilung Kanu selbst aufgebracht. Überreicht wurde der Scheck stellvertretend von Landrat Steffen Burchhardt (SPD) und dem Vorsitzenden des Kreissportbundes Lutz Lapke.

Der neue Motor treibt künftig das Trainerboot an, mit dem die Trainer neben den Kanuten herfahren – um die Technik der Sportler zu korrigieren oder sie im Notfall zu retten, wenn ein Kajak umkippen sollte. Das Trainerboot ist eines von insgesamt drei Booten, alle Baujahr 1978, die sich im Besitz der Abteilung Kanu der Wassersporfreunde Burg befinden. Zwei Motoren gingen in letzter Zeit kaputt, sodass nun ein neuer angeschafft werden musste. „Alleine hätten wir das nicht stemmen können“, sagt Trainer René Kwasniewski.

30 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren trainieren in Burg, um an Landes- oder Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Als Landesleistungsstützpunkt zählt die Kinder- und Jugendarbeit zu den Hauptaufgaben der Kanuabteilung.

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Kanuten holen Medaillen

Bei den Ostdeutschen Meisterschaften holten sie im vergangenen Jahr bereits mehrere Medaillen. In diesem Jahr qualifizierten sich die Kanuten für die Deutschen Meisterschaften, die am 28. September in Hamburg stattfinden.

„Kanufahren kann nicht jeder, das muss man lernen. Bei uns beginnen die Kinder frühestens mit sieben Jahren das Paddeln“, erklärt Trainer René Kwasniewski. Zwei Mal pro Woche trainieren die Kinder und Jugendlichen. Im Sommer fahren sie auf dem Kanal, im Winter stehen Übungen im Kraftraum sowie Schwimmtraining an. Denn die Kinder müssen „sicher schwimmen können“, das Seepferdchen reiche als Beleg nicht aus, so Kwasniewski. Deshalb überzeugt sich der Trainer persönlich von den Schwimmfähigkeiten seiner Schützlinge .

An zehn bis 14 Wettkämpfen pro Saison nehmen die Burger Kanuten teil. „Was ihr in so jungen Jahren schon erreicht habt, ist beeindruckend“, staunte Landrat Steffen Burchhardt. Auch Lutz Lapke, Vorsitzender des Kreissportbundes, lobte besonders die Talentgruppe, eine von zweien im Jerichower Land. Deren Mitglieder werden trainiert, damit vielleicht einer von ihnen den Sprung zum Landesleistungszentrum nach Magdeburg schafft. „Und für Sachsen-Anhalt eine Goldmedaille nach Hause holt“, hofft Trainer René Kwasniewski.