Reesen/Hohenseeden l Den Freitagabend werden Günther Lang und Peter Herzog so schnell nicht vergessen, versichern die routinierten Segelflieger. Nicht deshalb, weil sie bei Hohenseeden außerplanmäßig auf einem Stoppelacker landen mussten, sondern vielmehr, weil es „hier ganz hilfsbereite Menschen gibt“.

Es war gegen 18 Uhr, als Ute Braune mit ihrem Ehemann unterwegs war und in Richtung Güsen ihren Augen nicht traute. Ein Flugzeug war gelandet. „Da sind wir sofort hin“, sagt die Hohenseedenerin, die auch den Lindenblüten-Verein leitet. Wenig später waren Enrico Niegel aus Burg und der Reesener David Bolz zur Stelle. Beide hatten eine Motorradrundfahrt unternommen und fuhren anschließend nach Möser, um einen geländegängigen Wagen zu holen. Für die beiden Segelflieger ein Glücksfall. Mit vereinten Kräften konnte der Flieger schließlich vom Feld gezogen, auseinandergenommen und zentimetergenau verpackt werden. „Ohne die Unterstützung hier hätten wir uns ganz schön sputen müssen“, sagt Herzog, bevor er mit seinem Partner wieder Richtung Brandenburg fahren konnte.

Das Team aus dem bayerischen Bad Tölz beteiligte sich am 12. Offenen Märkischen Vergleichsfliegen und ist von der Thermik im Fläming begeistert. „Fürs Segelfliegen eignet sich die Gegend ganz besonders. Und man kann nach der Ernte auch problemlos auf einem Acker landen“, sagt Lang. „Das ist keine Notlandung und auch nicht außergewöhnlich.“ Kein Wunder, dass Ute Braune auf ein Wiedersehen hofft ...