Möckern/Wörmlitz/Loburg l In der Loburger Ortschaftsratssitzung fand die Vorsitzende des Grundschulfördervereines nur noch sarkastische Worte für einen Sachverhalt, der seit nunmehr vier Jahren besteht: „Herzlichen Glückwunsch, es wurde geschafft, dass ein ganzer Grundschuljahrgang ohne kommunale Spielgeräte auf dem Schulhof seine Grundschulzeit absolviert hat“, so Kirke von Wulffen. Wären da nicht die Spielgeräte gewesen, die der Förderverein angeschafft hatte, hätte es gar nichts zum Klettern und Turnen auf dem Schulhof gegeben.

Die Grundschüler von Loburg sind nicht die einzigen, die auf Spielgeräte warten. Auch in Wörmlitz hatte man schon ungeduldig die Geräte für den neuen Spielplatz im Ort herbeigesehnt. Eigentlich sollten sie pünktlich zur 1025-Jahr-Feier stehen. Daraus wurde nichts. Auch in den Möckeraner Pfingstwiesen ist der Ruf nach neuen Geräten für den völlig verwahrlosten Spielplatz laut geworden.

Aufbau in den Ferien

„Die Geräte sind jetzt da“, erklärte am Donnerstag der Leiter des Möckeraner Bauamtes, Arne Haberland. Das Spielgerät für die Grundschule Loburg soll in Absprache mit dem Hausmeister der Schule in den Sommerferien aufgebaut werden. Arne Haberland verweist aber auf die noch andauernden Arbeiten des Bauhofes im Bereich Sturmschäden. In den Ortschaften könnten dortige Helfer den Aufbau der Gerüste übernehmen.

Dass es mit der Lieferung der Spielsachen so lange gedauert hat, liegt Arne Haberland zufolge auch daran, dass nach der Ausschreibung im März und April teils fehlerhafte Lieferungen beim Bauhof eingegangen waren. Auch hätten einige Orte erst spät ihre Wünschen gegeäußert.

Dass es in Loburg so lange gedauert hat, begründet Möckerns Stadtbürgermeister Frank von Holly (CDU) mit unterschiedlichen Ansichten von Stadt und Förderverein bezüglich der öffentlichen Zugänglichkeit des Grundschulspielplatzes.

Budget vorgegeben

Die Ortschaften konnten sich entsprechend einem vorgegebenen Budget Spielgeräte aussuchen. Danach wurde zentral durch die Stadt nach einem Ausschreibungsverfahren bestellt. Oft falle die Wahl auf das gängige Multifunktionsgerät, das an eine Ritterburg mit Rutsche und zwei Türmen erinnert. Seitens der Stadt werden Geräte, die aus Metall und Kunststoff bestehen, den Holzklettergerüsten vorgezogen, wegen der besseren Haltbarkeit und Wartungsmöglichkeit.

Die Spielgeräte auf den kommunalen Spielplätzen werden laut Bauamtsleiter kontinuierliche überprüft.