Burg l Es tut sich was auf dem Gummersbacher Platz. Große Wagen sind aufgefahren, und langsam entfalten sie sich und zeigen ihr buntes Inneres. Ein Fahrgeschäft nach dem anderen kommt zum Vorschein.

Bunte Lichter und Glitzer

Kein Wunder, steht doch der erste Roland-Rummel an. Am Freitag, 31. August 2018, soll es los gehen. Ab 14 Uhr drehen sich dann Breakdancer, Astro Liner und Co. Wenn es dunkel wird, wird es dann an der Bahnhofstraße bunt leuchten, glitzern und blinken, im Takt der Musik.

Eigentlich wäre es ja Zeit für das traditionelle Burger Rolandfest, doch das fällt in diesem Jahr aus. „Wir wollten neben der Laga nicht noch das Fest veranstalten. Auf der Laga gibt es viel Programm, und dann eine Konkurrenz zu installieren, das hielten wir für nicht klug“, sagt Burgs Stadtsprecher Bernhard Ruth.

Tradition soll erhalten bleiben

Der seit zwei Jahren verantwortliche Organisator des Rolandfestes, Fred Raabe, versteht die Gründe, aber so ganz ausfallen lassen wollte er das Fest am traditionellen Termin dann doch nicht.

Nicht nur Traditionsbewussten treibt ihn dazu. „Schausteller planen ihr Jahr deutschlandweit. Von Anfang an werden feste Termine, wozu das Rolandfest auch gehört, eingetaktet. Sagt man diesen Termin ab, orientieren sie sich auf eine andere Veranstaltung. Und wenn man Pech hat, kommen sie dann im nächsten Jahr nicht wieder“, argumentiert er. Daher war ihm viel daran gelegen, zumindest „den Rummel zu retten“. Und das ist ihm gelungen.

Strippenzieher Fred Raabe

„Ein Rummelangebot gibt es auf der Laga nicht, daher wollten wir dem Wunsch da gerne folgen und haben nichts dagegen“, zeigt sich auch die Stadt in dieser Hinsicht offen. Also hat Fred Raabe eigentlich zum dritten Mal, aber für den Roland-Rummel zum ersten Mal, die Strippen gezogen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Selbstständiger Gewerbetreibender Markt- & Messereisender aus Magdeburg (VSG) haben sich Schausteller gefunden, die von Freitag, 14 Uhr, bis Sonntag, 19 Uhr, den Gummersbacher Platz ordentlich beleben werden.

Andreas Eckermann vom VSG ist seit drei Jahren zusammen mit Fred Raabe in Burg am Start. Auch ihm und seinen Schaustellerkollegen ist daran gelegen gewesen, den Rummel stattfinden zu lassen. Der kleine Gummersbacher Platz gefällt den Schaustellern gut. Interessenten unter den Messereisenden für den Platz zu finden, war also nicht schwer.

Jeder darf sich bewerben

Wer einen Platz bekommt, wird im Verein angehandelt. Hat man eine Veranstaltung, die der Verein mit Fahrgeschäften bestücken soll, wird das Fest ausgeschrieben und jeder kann sich darauf bewerben.

Unter den Bewerbern entscheidet dann der Vorstand des Vereins, wer die Plätze bekommt. „Das ist keine Einzelentscheidung von mir“, sagt Eckermann, der Vorsitzender des Vereins ist.

Zulauf bisher zufriedenstellend

Bisher war der Zulauf in Burg für die Schausteller immer zufriedenstellend, weiß Eckermann. Neben dem Verdienst ist Burg als Rummelort aber auch attraktiv für den Verein. Zwar hat der Verein auch zahlreiche Mitglieder aus Sachsen oder Thüringen, aber eben auch viele Sachsen-Anhalter. Da ist es schon ein besonderes Anliegen, Feste in der Region zu gewinnen. Kurze Anfahrzeiten sind auch für Messereisende immer eine positive Option.

Fred Raabe freut sich, dass der Rummel bisher gut angelaufen ist, denkt aber schon an das nächste Jahr. „Wir haben bei den vergangenen Rolandfesten versucht, etwas Neues zu installieren, und davon wird sich auch einiges wiederfinden. Ich denke da beispielsweise an das Seifenkistenrennen“, verrät er. Außerdem ist er grade dabei, für das Rolandfest 2019 ein Riesenrad zu verpflichten. In diesem Zuge würde gerade eine Standortdiskussion geführt.

Toben, lachen und eine Menge Spaß

Aber das ist Zukunftsmusik, denn jetzt wird der erste Roland-Rummel zelebriert. „Und ich hoffe, dass viele Burger Familien den Gummersbacher Platz besuchen werden, toben, lachen und einfach eine Menge Spaß haben“, sagt Raabe.