Niegripp l Die Freude steht vielen Niegrippern ins Gesicht geschrieben. Nicht mehr lange und die Jungen und Mädchen der Kita „Deichblick“ können in ihre neue, rund 450 Quadratmeter große Einrichtung neben der Grundschule einziehen. Vorbei sind dann die Zeiten, in denen sich die kleinen Geister in dem verwinkelten Bau in der Straße zum Deich tummeln müssen. „Es ist schon ein Unterschied wie Tag und Nacht“, sagt Kita-Leiterin Petra Krüger in dem neuem Gebäude, „das bereits von außen einen farbenfrohen Eindruck macht. Wir sind zufrieden, dass der Zeitpunkt der Fertigstellung naht“.

Daran gibt es nun keinen Zweifel mehr. Das 1,5 Millionen teure Bauprojekt, das über das Förderprogramm Stark 3/Eler mit 919.000 Euro bezuschusst wurde, geht jetzt in die Endphase und bildet dann eine Kombination zwischen Kita, Kindergarten und Hort. In den hellen und farblich abgestimmten Gruppenräumen müssen noch einige Installationen vorgenommen werden, bevor es ans Großreinemachen geht, erläutert Lutz Petermann, Sachgebietsleiter Liegenschaften und Gebäudemanagement der Stadtverwaltung. Und in Abstimmung mit den Firmen müssen auch kleinere Mängel abgestellt werden.

Wippe und Rutsche für draußen

Draußen auf der Freifläche geht es derweil noch etwas laut zu, Steine werden geschnitten, Bagger fahren Sand heran. Schließlich sollen die Sprösslinge auch im Freibereich über eine ansprechende Fläche verfügen. Mitarbeiter einer Brettiner Baufirma legen deshalb für die große Terrasse Hand an. Das milde Wetter ohne Frost kommt ihnen zugute. „Anschließend werden noch moderne und kindgerechte Spielgeräte, wie Klettergeräte, Wippe oder Rutsche, installiert“, kündigt die zuständige städtische Mitarbeiterin Margit Dohm an. Das sei dann das i-Tüpfelchen des gesamten Komplexes. Darüber ist auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Summa froh, der mit Stadtchef Jörg Rehbaum (SPD) seit Jahren für einen Neubau gekämpft hat. „Weil wir es jetzt geschafft haben, können wir zum Einzug auch einen Tag der offenen Tür durchführen, vielleicht An-fang Mai“, meint Summa.

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In der neuen Einrichtung wird es für den Kindergarten künftig Platz für 16 Kinder im Alter von null bis zu drei Jahren (eine Gruppe), 24 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren (zwei Gruppen) und für den Hort, also 62 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren (zwei Gruppen) geben. Darüber hinaus werden ein Büro und zusätzlich ein Raum für die Mitarbeiter vorhanden sein, außerdem eine Ausgabeküche und ein spezielles Kinderrestaurant. Nach Altersstufen getrennt sind auch eigene Garderoben- und Sanitärräume vorhanden. „Besonders wichtig ist auch, dass das Gebäude behindertengerecht nutzbar und der Zugang auch für Rollstuhlfahrer geeignet ist“, erläutert Margit Dohm. Und neben einem behindertengerechten WC sind für sehbehinderte Kinder oder Erwachsene mit Hilfe einer Hell-Dunkel-Gestaltung der Räume die Lage der Türen und Sanitärbereiche besser zu erfassen.