Kommt ein neuer Radweg?

Verkehr zwischen Gübs und Klein Gübs soll sicherer werden

Anke ReppinGübs

Nicht nur die Steinerne Brücke bei Gübs soll mithilfe eines Bundesprogrammes saniert werden – auch ein Radweg zwischen Gübs und Klein Gübs könnte gebaut werden, weil entsprechende Fördermittel zur Verfügung stehen könnten.

Ortschaftsrat stimmt Vorhaben zu

Die Gemeindeverwaltung Biederitz hat sich die neuen Förderprogramme angesehen und will entsprechende Anträge jetzt vorbereiten. Zuvor soll der Gemeinderat dazu Grundsatzbeschlüsse fassen. Die Ortschaftsräte von Gübs stimmten beiden Vorhaben auf ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend zu.

Nun soll der Bau eines Radweges von Gübs nach Klein Gübs noch im Gemeinderat beschlossen werden. Der Radweg soll entlang der so genannten Wendischen Ehle führen. Voraussetzung für die Realisierung des Projektes ist eine Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Einen entsprechenden Fördermittelantrag würde die Verwaltung vorbereiten und stellen, wenn der Gemeinderat zugestimmt hat.

„Die Fahrt mit dem Fahrrad von Gübs nach Klein Gübs und umgekehrt ist bisher nur über die Kreisstraße 1218 möglich“, heißt es im Beschlussvorschlag für den Gemeinderat. Dies sei für die Radfahrer gefährlich, da hier mit hohen Geschwindigkeiten durch den Kraftverkehr gefahren werde. Die Kreisstraße sei darüber hinaus im Dunkeln nicht beleuchtet.

Die Verwaltung schlägt vor, einen separaten, etwa 1200 Meter langen Radweg entlang der Wendischen Ehle zu bauen. Auf diese Weise könne der Radverkehr zwischen den beiden Ortsteilen sicher stattfinden. Der neue Weg würde dabei an bereits vorhandene Wege anschließen.

Förderquote bis zu 100 Prozent

Aus Sicht der Gemeindeverwaltung Biederitz ist eine finanzielle Förderung des Radwegbaus im Rahmen der Initiative zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland möglich. Die Förderquote hierfür liege bei 80 Prozent. Finanzschwache Kommunen könnten sogar bis zu 100 Prozent gefördert werden. Allerdings ist letzteres befristet bis 31. Dezember dieses Jahres.

Die Kosten für den neuen Radweg schätzt die Gemeindeverwaltung auf etwa 156 000 Euro. Bei einem angenommenden förderfähigen Anteil von 80 Prozent würde das Projekt demnach mit 124 800 Euro gefördert, rechnet die Verwaltung.

Ziel des neuen Radweges sei die sichere Fahrt für Radfahrer von Gübs nach Klein Gübs und die Stärkung des Radverkehrs in der Region, wird der Beschluss, der jetzt dem Biederitzer Gemeinderat vorgelegt wird, begründet.

Ende April will das Bundeskabinett einen neuen Nationale Radverkehrsplan beschließen und der Öffentlichkeit vorstellen. Auch ein neues Förderprogramm werde derzeit erarbeitet, teilt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur auf seiner Internetseite mit. Ziel des Plans sei unter anderem „eine sichere und attraktive Infrastruktur – bestehend aus gut ausgebauten Radwegen“.