Burger Weinberg

Königinnen-Treff mit Hoheiten aus ganz Sachsen-Anhalt

Musik, Unterhaltung und Informationen – diesen Mix bot das Weinbergfest von Freitag- bis Sonnabendabend. Trotz des vielseitigen Programms blieben die Besucherzahlen tagsüber hinter den Erwartungen zurück.

Von Mario Kraus
Königliche Hoheiten aus ganz Sachsen-Anhalt gaben sich auf dem Weinberg ein Stelldichein und wurden anschließend von Gästeführer Wolfgang Meyer durch Teile der Burger Altstadt geführt.  Zuvor gab es auf der Bühne Interviews und Vorstellungen.
Königliche Hoheiten aus ganz Sachsen-Anhalt gaben sich auf dem Weinberg ein Stelldichein und wurden anschließend von Gästeführer Wolfgang Meyer durch Teile der Burger Altstadt geführt. Zuvor gab es auf der Bühne Interviews und Vorstellungen. Foto: Mario Kraus

Burg - Wer auf ein Fest geht, sollte gute Laune mitbringen. Margit Mente und Brigitte Murach aus Burg gehörten am Sonnabend zu denen, die auf dem Gelände des Weinberges schnell auf ihre Kosten kamen. Nicht nur am Stand des Fördervereins der Landesgartenschau (Laga), wo sie sich den kühlen Tee-Sekt gern schmecken ließen, sondern auch an den anderen Buden, Informationspavillons oder bei einem Gläschen Wein – passend zum Ort der Veranstaltung. Dass die Akteure der Stadt tatsächlich eine bunte Mischung an Höhepunkten und Musik aufgefahren haben, um das zweite Weinbergfest einen abwechslungsreichen Anstrich zu verleihen, lobten die Gäste, die Tickets für das Event erworben hatten. „Es gibt Musik, Wein und vieles zu essen. Das ist es uns nach der Pandemie einmal wert“, sagte Adelheid Schoerth aus Burg, die mit Ehemann und dem fünfjährigen Enkel Pascal einen Ausflug unternahm. Während der Kleine schnell mit der Hüpfburg liebäugelte, hatten die Großeltern ihre Freude beim Auftritt der Weinbergmusikanten – und wunderten sich über die zunächst mäßige Besucherzahl. Die sorgte in der Tat im Laufe des Tages für etwas Rätselraten – obwohl mehr als 400 Karten im Vorverkauf über die Ladentheke der Tourist-Information gegangen sind. „Wir haben auf jeden Fall eine große Vorfreude registriert, müssen aber feststellen, dass etliche Leute doch wegen Corona und den notwendigen Testungen, die uns auferlegt wurden, noch von größeren Events Abstand nehmen“, sagte Fachbereichsleiter Maximilian Steib. Vor zwei Jahren jedenfalls, als Corona noch kein Thema war, strömten tagsüber weitaus mehr Gäste auf den Weinberg.

Zwei Veranstaltungen in Burger Altstadt

Gegen Abend war die Flaute dann allerdings kein Themas mehr. Die Gruppe „Ventura Fox“ zog doch ein großes Publikum an, das auch Lust hatte, zu tanzen und einen stimmungsvollen Sommerabend zu verleben. Insgesamt waren es dann insgesamt etwa 600 Gäste, die auf dem Stadtbalkon gezählt wurden. „Es ist eben der Anfang nach einer langen Durststrecke“, sagte der designierte Bürgermeister von Burg, Philipp Sievert (parteilos). „Und schließlich hatten wir mit dem Hoffest des Heimatvereins gleich zwei Veranstaltungen. Beide haben den Besuchern viel Kurzweil geboten. Da kann ich nur den Hut vor ziehen.“ Diese Einschätzung teilten viele Gäste. Günther und Eveline Mohr beispielsweise waren am Nachmittag extra aus Magdeburg angereist, nachdem das Fest auch überregional angekündigt worden war. Beide hatten zuvor einen Spaziergang durch die Altstadt unternommen und waren begeistert. „Hier hat sich so viel verändert, und der Weinberg ist ein ganz toller Ort zum Feiern. Wir sind richtig begeistert.“ Das waren auch viele königliche Hoheiten, die sich auf der Bühne und dem Weinberg ein Stelldichein gegeben hatten. Und wer Burg besucht, sollte auch bei einer Führung erleben, wie die Einwohner einst um ihre Stadt gekämpft haben. Das konnte Gästeführer und Laga-Fördervereinschef Wolfgang Meyer sehr anschaulich während eines Rundganges erläutern. Schon damals war es normal, nach getanem Werk zünftig zu feiern – natürlich auch mit Wein, womit sich der Kreis zum Fest wieder schließt.

Nicht zu vergessen: Nach dem Fest ist bekanntlich vor dem Fest. Der nächste Höhepunkt wird bereits vorbereitet – die Lichternacht Ende August im Flickschupark.

Am Stand des Laga-Fördervereins ließen sich Margit Mente (l.) und Brigitte Murach von Susanne Opitz einen Teesekt einschenken.
Am Stand des Laga-Fördervereins ließen sich Margit Mente (l.) und Brigitte Murach von Susanne Opitz einen Teesekt einschenken.
Foto: Mario Kraus