Burg/Genthin l Doppelt hält besser. Wenn auch ursprünglich nicht geplant, so hat der Kreistag auf seiner jüngsten Sitzung in Burg mit großer Mehrheit gleich zwei Anträge zum gleichen Thema verabschiedet. Beide haben das Ziel, dass es wieder eine direkte Verbindung zwischen Ferchland und Grieben geben soll – in welcher Betreiberform auch immer.

Die CDU-Fraktion hatte ihren Antrag vom Juli zur Abstimmung gestellt, wonach Landrat Steffen Burchhardt (SPD) Gespräche mit den benachbarten Anrainer-Landkreisen und deren Kommunen führen und zugleich Möglichkeiten ausloten soll, ob Fördermittel für den Betrieb der Fähre eingeworben werden können. Jerichows Bürgermeister Harald Bothe warb am Ende der teils hitzigen Aussprache für seinen Antrag, wonach der Landkreis den Wiederbetrieb der Elbfähre unterstützen sollte.

Fähre noch in einem guten Zustand

Den Anträgen vorausgegangen war eine langwierige Diskussion, die nicht wenige Kreistagsmitglieder in der Pause als ausufernd bezeichneten und die auch in Wahlkampfvorwürfen mündete. CDU-Fraktionschef Markus Kurze betonte, dass es das gemeinsame Ziel aller Beteiligten sein müsse, die Fähre wieder ins Wasser zu bekommen. Lutz Nitz (Bündnis 90/Grüne) warb um ein Signal im Interesse derer, die seit Monaten um den Fährbetrieb kämpfen, wie beispielsweise Bürgerinitiativen in Ferchland oder Grieben. Pareys Bürgermeisterin Nicole Golz („Wir haben den Fährbetrieb eingestellt, weil uns Hilfe versagt wurde“) betonte, dass es intensive Gespräche auf den verschiedensten Ebenen gebe, um eine tragfähige Lösung für den Fährbetrieb zu finden.

Selbst die Seniorenvertretung Möser kümmert sich darum und hat sich die Fähre angeschaut. „Sie ist in einem guten Zustand“, sagte Lutz Baumgarten der Volksstimme. Und Mitstreiter Holger Stein erinnerte die Kreistagsmitglieder an die Bachelorarbeit eines Studenten zum Fährbetrieb und stellte die Frage, ob das Papier, das auch im Internet abrufbar sei, bekannt sei. Nur wenige wussten davon ...