Burg l Moderator Marc Burgemeister machte den zahlreichen Besuchern am Weinberg gleich zu Beginn der Veranstaltung die Bedeutung klar. „Wir erleben heute einen historischen Nachmittag“, sagte er zur Begrüßung. Zum einen werde das erste Weinbergfest zur erstmaligen urkundlichen Erwähnung des Weinberges vor 500 Jahres gefeiert, zum anderen halte das Fest mit der Krönung der ersten Burger Weinkönigin einen ganz besonderen Höhepunkt parat.

Bis dahin sollten allerdings noch gut dreieinhalb Stunden vergehen, die vielleicht nicht von allen Besuchern als historisch, wohl aber doch von jedem als unterhaltsam, spannend und auch amüsant empfunden worden sein mögen. Die Wahl der Burger Weinkönigin zog sich dabei wie ein roter Faden durch den Nachmittag, mussten die drei Kandidatinnen doch drei Fragerunden vor den kritischen Augen der Jury bestehen. Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD), Nordica Kühne von der Volksbank und Wolfgang Meyer vom Laga-Förderverein, näherten sich Runde um Runde ihrer Entscheidung.

Führungen und Verkostung

Und die wurde ihnen nicht leichtgemacht, traten die drei Kandidatinnen, Isabell Obst (18), Scarlett Beatrix Obenhaupt (28) und Ute Paepcke (46), allesamt schick gekleidet, wohlfrisiert und vor allem gut vorbereitet auf die Bühne. Einzelne Aussetzer waren der Nervosität geschuldet.

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Für die Weinbergbesucher gab es zwischen den Fragerunden eine Menge zu erleben – die niederländischen Guggemusiker von „Doe Mar Wa“ und das niedersächsische Duo „Sax’n’Sound“ sorgten für Stimmung, Udo Vogt bot Führungen an und Ulrike Hoffmann ließ Wein von ihrem Gut im Salzatal verkosten. Überhaupt, gastronomisch wurde auch eine Menge geboten, von der Bratwurst bis zum Zickenburger genannten Imbiss mit Lammfleisch und Ziegenweichkäse.

Gewinnerin war baff

Um kurz vor 18.30 Uhr, nachdem sich die Jury im Eis-keller eingeschlossen hatte, wie Nordica Kühne scherzhaft bemerkte, war es dann soweit. Bürgermeister Rehbaum übergab einen Umschlag an Moderator Burgemeister, der den Namen der neuen Königin verlas: „Scarlett Obenhaupt“. Die war baff und sagte: „Das ist wie ein Traum.“