Büden l Der Kultursommer 2019 bot wieder einmal eine große Bandbreite an Kultur: Musik, Skulpturen und Malerei wurden geboten. Und dazu eben auch noch das, was Kunst immer tun sollte: interessierte Menschen miteinander verbinden.

Und so zeigte sich Birgit Jerems, die Vorsitzende des Kulturvereines, auch zufrieden mit dem Büdener Kultursommer 2019. Über den Sommer war in dem längst entwidmeten Gotteshaus die Ausstellung „Festgewordenes“ mit Skulpturen, Bilder und Papierarbeiten des Ehepaares Esther und Marcus Brockhaus zu sehen gewesen. Besichtigt werden konnte die Ausstellung stets auf Anfrage sowie zu den anderen Veranstaltungen in der Kirche.

Noch nie so etwas erlebt

So etwa bei dem „Italienischen Abend“, welcher nach dem krankheitsbedingten Ausfall der Sängerin eine überraschende musikalische Wendung genommen hatte. „Spontan sprangen andere Musiker ein, den Gästen gefiel es, es wurde sogar getanzt“, berichtet die Vereinschefin: „So etwas haben wir hier noch nie erlebt“ (Volksstimme berichtete). Am Sonnabend hatten die Besucher des „Capriccio“-Konzertes die letzte Gelegenheit, die Brockhaus-Ausstellung besuchen zu können.

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Wie bereits bei den vorangegangenen Konzerten des Dessauer Duos war die Stimmung am Sonnabend bestens, berichtet Birgit Jerems. Allerdings wirkte sich auch in Büden die große Zahl an zeitgleich stattfindenden Veranstaltungen auf die Besucherzahlen aus. Nach dem Konzert wartete noch eine Feuershow mit den „Flying Sparks“ und Lagerfeueratmosphäre auf die Besucher.

Bauliche Vorhaben auf 2020 verschoben

Vereinszweck des Mauritiusvereines ist der Erhalt und weiterer Ausbau der Kirche in der Ortsmitte von Büden. So erbaulich die Kunstveranstaltungen im Jahr 2019 waren – die baulichen Vorhaben konnten nicht alle umgesetzt werden: Ganz oben auf der Vorhaben-Liste“ des Vereines stehen die Dachreparatur und der Glockenstuhl. Die bereits gegossene Glocke soll, sofern die Genehmigungen vorliegen, wieder in den Kirchturm gehoben werden.

Weitere Vorhaben, die nun eventuell erst im Jahr 2020 durchgeführt werden können, sind die Neugestaltung der Zuwegung zur Kirche und ein Toilettentrakt. Der Verein hofft dabei auf Fördergelder aus der Kulturerbe-Förderung.

Künstler und Mitglieder stets willkommen

Konkrete Pläne für den Kultursommer 2020 sollen erst bei der anstehenden Mitgliederversammlung im September geschmiedet werden. „Wir haben schon Anfragen von Künstlern“, so Birgit Jerems. Grundsätzlich wolle man am bewährten Konzept der Vorjahre festhalten, so Birgit Jerems. Weiterhin wolle man Künstlern aus der Region die Möglichkeit bieten, sich in der Kirche von Büden zu verwirklichen. Ebenfalls gerne gesehen sind weitere Mitstreiter, die im Verein aktiv werden wollen. Derzeit zählt der Mauritiusverein etwa 20 Mitglieder. Darunter sind Mitglieder, die finanziell einen Beitrag leisten, andere engagieren sich aktiv bei den Veranstaltungen und deren Vorbereitungen. Längst nicht alle Vereinsfreunde kommen aus Büden oder den umliegenden Dörfern.