Burg l Der Burger Stadtrat hat in einer Sondersitzung die Kostenanpassung für die Kernflächen der Landesgartenschau (Laga) bestätigt. Nach überarbeiteten Planungen werden rund 1,8 Millionen Euro mehr eingeplant. Um die Belastung für die Stadt zu mindern, wurden Fördermittel beantragt.

Wenn auch die Stadtratsstühle eher spärlich besetzt waren, so fiel das Votum dennoch eindeutig zugunsten des erhöhten Kostenbudgets aus. Nicht nur, weil mit einer Anpassung ohnehin zu rechnen war, sondern auch, weil zahlreiche Einzelvorhaben mit dem Stempel der Nachhaltigkeit versehen werden.

Fördermittel beantragt

Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) verwies in diesem Zusammenhang auf die Beantragung von Fördermitteln über die Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW), „wodurch Maßnahmen eingebunden werden können, die schon gestrichen waren“.

Im Einzelnen gibt es nun weitere Vorhaben, die die Kernflächen weiter aufwerten, zur Attraktivität beitragen, zugleich aber die Pflegearbeiten vereinfachen, machte Gero Heck vom zuständigen Planungsbüro relais, das den Laga-Wettbewerb gewonnen hatte, deutlich.

Parkplatz wird gepflastert

So ist beispielsweise ein grundhafter Ausbau des Parkplatzes an der Schwimmhalle mit Kleinsteinpflaster und Stahlband-Einfassungen vorgesehen, wofür 87.000 Euro veranschlagt werden. Insgesamt 20 Stellplätze sollen dort nach dem Ausbau zur Verfügung stehen.

Ein großer finanzieller Posten ist mit knapp 122.000 Euro die automatische Bewässerung für den historischen Teil des Goetheparks, wodurch langfristig aufwändige Arbeiten per Hand entfallen.

Auch bei den Wegeeinfassungen treten Stadt und Planer eine nachhaltigere Qualitätsstufe und bevorzugen Stahlbandeinfassungen statt Holz, was in der Summe 100.000 Euro mehr kosten wird (gesamt 237.000 Euro).

Starkstrom-Anschlüsse

Außerdem: Im Goethepark sollen künftig größere Freiluftveranstaltungen abgehalten werden, was entsprechende Starkstrom-Ausrüstungen und weitere Anschlüsse voraussetzt. 240.000 Euro sind jetzt für dieses Einzelprojekt fixiert.

Hinzu kommen solche Investitionen wie mehr Bäume, dichtere Hecken und Stauden. Im Goethepark sollen auf diese Weise statt 75 nun 115 Bäume mit einem stärken Stammdurchmesser gepflanzt werden; bei den Heckenpflanzen sind es 41.000 statt 15.000.

Auch der Bau des Pavillons und das Informationssystem für die Ehrenanlagen schlagen zusammen mit 250.000 Euro zu Buche.

Für den Goethepark geht die Stadt von Mehrkosten in Höhe von rund einer Million Euro aus, für den Flickschupark sind es 65.000 Euro. Dort sind im Wesentlichen zusätzliche Pflanzen und qualitativ bessere Einfassungen vorgesehen.

Abrunden sollen die Laga noch so genannte projektbegleitende Maßnahmen.

Für die Mehrzahl der Stadträte wird damit der richtige Weg beschritten. „Auch wenn sich der Eigenanteil der Stadt um rund 360.000 Euro erhöht, sind damit eindeutig nachhaltige Investitionen verbunden, die einen Beitrag zum Umweltschutz darstellen und letztlich den Wohnstandort Burg fördern“, sagte Dr. Udo Vogt, Vorsitzender des Laga-Ausschusses und des Fördervereins.

Unterdessen hat die Stadt für die touristische Erschließung des Goetheparks, die der Stadtrat vor einem Monat beschlossen hat, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro erhalten, was einer 80-prozentigen Förderung entspricht. Die Mittel sind für die Sanierung des Wegesystems sowie den Bau des Wasserbeckens im historischen Teil des Parks vorgesehen.