Burg l Wie viele Meter Zaun wird den Parkanlagen nach der Laga gut tun, ohne dass sich Besucher verschreckt oder gar eingesperrt fühlen und die zum Teil hochwertigen Anlagen noch gesichert sind? Diese und weitere offenen Fragen, die sich aus dem Nachnutzungskonzept ergeben, sollen nach dem jüngsten Stadtratsbeschluss eine Arbeitsgruppe beantworten, die in diesen Tagen gebildet wird und die am 1. Oktober zum ersten Mal zusammenkommt. Alle Teilnehmer aus dem Stadtrat sind sich einig: Das Zaun-Problem wird das schwierigste werden. Während zu den kleineren Arealen Ihlegärten oder Weinberg weniger Diskussionen erwartet werden, sind Goethepark und Flickschupark nach wie vor strittig.

Qualität erhalten

Für Stadtverwaltung und Laga GmbH steht fest, dass die Anlagen – vielleicht auch in veränderter Form – umzäunt bleiben müssen. „Nur so können wir die Qualität der Anlagen erhalten und Vandalismus vorbeugen. Das ist eine wichtige Erfahrung, die wir von den bisherigen Gartenschauen in Aschersleben oder Wernigerode übernehmen sollten“, fordert Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD). Auch Laga-Chefin Sonnhild Noack sieht dazu keine Alternative, zumal ein Teil der Zaunanlagen aus Fördermitteln finanziert wurde und Bestand haben müsse.

Laut Nachnutzungskonzept sind an allen Parks ausreichend Zu- und Ausgänge vorhanden, so dass die Anlagen von morgens bis abends begehbar seien sollen.

Neue Wege bleiben frei

Für Zündstoff sorgt in diesem Zusammenhang vor allem der Plan für den Goethepark, der – anders als vor der Laga – vollständig von einem Zaun umschlossen werden soll. Aber: Vorgesehen ist, dass das Privatgrundstück ebenso zugänglich bleibt wieder der Durchgang vom Landratsamt zur Kirchhofstraße beziehungsweise Schwimmhalle. Frei bleibt auch der an der Bahnlinie neu geschaffene Weg zum Marienweg. Wer nachts allerdings quer durch den Goethepark schlendern will, muss darauf verzichten und kann auch nicht von der Bahnhofstraße aus die Grünanlage kreuzen. Während Karin Langner vom Seniorenbeirat der Stadt nach diesen Konzepten „zu viel Zaunanlage“ sieht, findet Udo Vogt, Vorsitzender des Laga-Fördervereins, das Vorhaben „nur konsequent. Nachts geht niemand durch den Goethepark spazieren. Und wir haben eine Menge investiert, an dem Besucher wie auch Burger noch lange ihre Freude haben sollen.“

Nördliche Grenze

Etwas anders sieht es im Flickschupark aus: Hier wird die Platanenallee zwischen Deichstraße und Wasserstraße in der Gestalt geöffnet, dass der See eine natürliche nördliche Grenze bildet, der Wasserspielplatz mit einem Zaun geschützt wird und die anderen Zäune (Wasserstraße, BBC) ohnehin bleiben. Größere Änderungen sind auf diesem Areal nicht vorgesehen.