Burg l Nachdem sich eine extra gebildete Arbeitsgruppe dafür ausgesprochen hatte, die Parkanlagen auch nach der Landesgartenschau (Laga) mit Zäunen zu sichern, folgte auch der Hauptausschuss des Stadtrates am Donnerstagabend mit großer Mehrheit dieser Empfehlung. Eine endgültige Entscheidung des Stadtrates am kommenden Donnerstag gilt deshalb als sicher. Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) erinnerte an die zahlreichen Werte, die im Zuge der Laga entstanden sind und die auch in den kommenden Jahren geschützt werden müssten. „Wir haben etwas Nachhaltiges für die Stadt geschaffen“, sagte er.

Asureichend Tore

So steht fest, dass Goethe- und Flickschupark sowie Weinberg und Ihlegärten weiter umfriedet bleiben. Im Goethepark gibt es Verschiebungen am Bahnhof, so dass der Zaun weiter in Richtung Osten verschoben wird, damit Wasserspiel und Hecken frei zugänglich sind und die Pflege der Stauden für den Bauhof unkomplizierter möglich ist. Für Besucher soll es ausreichend Tore geben. Die Variante, Drehkreuze einzusetzen, sei auch wegen der Barrierefreiheit und der Kosten verworfen worden, sagte Rehbaum.

Etwas korrigiert wurde der ursprüngliche Plan für den Flickschupark. Dieser bleibt im Bereich Wasserstraße und BBC-Gelände – wie auch vor der Laga – komplett umzäunt. Die Platanenallee zwischen Deichstraße und Wasserstraße (Siedlung) ist nutzbar, dort bilden Ihle und der Flickschuteich eine natürlich Grenze. Neu ist, dass das kleine Wäldchen, das Bundes- und Landesforst für die Laga mit genutzt und mit Sitzgelegenheiten bestückt haben, samt Wasserspielplatz umzäunt bleibt.

Öffnungszeiten festgelegt

Zudem hat der Hauptausschuss mit der neuen Parkordnung auch die Öffnungszeiten für die Parks – täglich von 6.30 bis 18.30 Uhr – festgelegt und auch zugestimmt, dass die Anlagen für ein weiteres Jahr videoüberwacht werden. „Anschließend wollen wir entscheiden, ob die jetzt beschlossenen Varianten richtig waren“, erläuterte Rehbaum.

Wirtschaftsausschuss-Vorsitzender Uwe Hornung (CDU) befand die vorgestellten Zaun-Varianten als „völlig in Ordnung“, forderte aber, mit den Umstellungen zuerst im Flickschupark zu beginnen, damit der Verbindungsweg zwischen den Stadtteilen möglichst bald wieder frei ist. „Das wäre im Interesse vieler Einwohner, die jetzt große Umwege in Kauf nehmen müssen.“ Dies sei garantiert möglich, antwortete Rehbaum. So sei vorgesehen, die Platanenallee zum traditionellen Ihlelauf am 30. Oktober freizugeben. „Vielleicht schaffen wir es sogar noch eher.“ Wie Rehbaum sagte, verlaufen die Rückbauarbeiten auf den Laga-Flächen insgesamt reibungslos, so dass auch Goethe- und Flickschupark deutlich früher zum Spazierengehen einladen als November und Dezember.

Keine Alternative

Angesichts der intensiven Diskussionen um die Einzäung der Parks in den vergangenen Wochen betonte Vize-Bürgermeister Jens Vogler, dass es dazu keine Alternative gebe und jetzt der „richtige Weg“ beschritten werde. Diese Meinung unterstrichen die meisten Mitglieder des Hauptausschusses.