Burg l Ein so genanntes Wirtschaftstor markiert das östliche Ende der Landesgartenschaufläche am Flickschupark und auch die Grenze zur Siedlung Ost. Geöffnet wird der Zu- und Ausgang für Rettungsfahrzeuge oder den Lieferverkehr. Für Fußgänger oder Radfahrer, die von der Siedlung in die Altstadt fahren oder umgekehrt, ist diese kurze Verbindung gekappt. Ein Zustand, den der Stadtratsvorsitzende Markus Kurze (CDU) nicht hinnehmen will.

Er fordert ein Drehkreuz, das sich nur in eine Richtung dreht, damit Fußgänger wenigstens das Laga-Gelände in Richtung Siedlung verlassen können. „Diesen Kompromiss sollte die Laga GmbH eingehen. Denn die Nutzer müssen sich ja eine Eintrittskarte kaufen“, sagte er auf der jüngsten Stadtratssitzung. Kurze verwies auf die zahlreichen älteren Einwohner, „die im Bereich der Siedlung wohnen und die nun täglich einen großen Umweg in Kauf nehmen müssen“. Mit einer abschlägigen Antwort werde er sich nicht zufrieden geben, sagte der Politiker. Die erteilte allerdings Laga-Geschäftsführerin Sonnhild Noack. „Wir haben von Anfang an so geplant, dass dann kein Durchgang mehr möglich ist und dies auch öffentlich klar dargelegt“, sagte sie. Die Laga GmbH, die jetzt für die Durchführung des Landesfestes verantwortlich ist, habe weder das Personal noch die finanziellen Mittel für eine andere Lösung. Diese Antwort allerdings ist für Kurze „nicht zufriedenstellend“. Ein mannshohes Drehkreuz koste angesichts der Millionen-Investitionen kein Vermögen.

Auch Volksstimme-Leser hatten in den vergangenen Tagen ihr Unverständnis über die vollständige Sperrung zum Ausdruck gebracht. Anne Liese Wustrow beispielsweise hoffte, dass das Wirtschaftstor von einem Sicherheitsdienst bewacht werde und Inhaber einer Dauer- oder Tageskarte den Durchgang passieren könnten. „Wir würden ja auch das Geld für eine Jahreskarte ausgeben“, sagte die Rentnerin. Sie hofft, dass sich die Verantwortlichen „vielleicht noch etwas einfallen lassen“.

Bau- und Umweltausschuss-Chef Clemens Engel (CDU) hatte auf einen Ausgang gehofft. „Wir müssen uns nochmal dazu verständigen“, sagte er gestern. Die Stadtverwaltung selbst hält sich bedeckt. Nach Informationen der Volksstimme ist man in den zuständigen Dienststuben nicht sonderlich glücklich über den Zustand. Pressesprecher Bernhard Ruth gibt sich diplomatisch: „Wir haben Verständnis für die Bewohner der Siedlung. Aus Sicherheitsgründen war es der Laga GmbH leider nicht möglich, eine andere Entscheidung zu treffen.“

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