Burg | Mein Mann rollt genervt mit den Augen. „Warum müssen wir das gucken?“, fragt er, während sich auf der Mattscheibe 20 Mädels im Bikini am Strand rekeln. Er fragt nicht nochmal.

Er ergibt sich der Glamourliebeswelt des Bachelors. Weiße Strände, türkisblaues Wasser und Damen zwischen brünett, blond und sehr blond. Alle sind sie dabei: die behütete Unschuld, der fröhliche weibliche Kumpel, die Domina, die zickig-hysterische, silikongestärkte Wasserstoffblondine so ganz ohne Niveau.

Keine Schnappatmung

Unter ihnen die Burgerin Isabell Bernsee – hübsch, schlank, sportlich, Single... Traumfrau eben. So wie die anderen 19 Ladys auch. Sie alle wollen Bachelor, Muskelpaket, Profi-Basketballer und Kaugummi-Startup-Unternehmer Andrej (mehr geht nun wirklich nicht, da bekommt der Otto-Normal-Mann ja Komplexe) das Hemd vom Leib reißen. „Ich bin eine Wildkatze“ – Isabell Bernsee stellt gleich klar, wie sie gesehen werden möchte. Die Krallen lässt sie dann aber vorerst drin und überlässt das Fauchen den Daniela Katzenbergers dieser Glitzerwelt. Stattdessen reagiert die Kampfsportlerin ziemlich cool und verfällt – anders als ihre Konkurrentinnen – nicht in Schnappatmung angesichts des TV-Adonis: „Ich weiß noch nicht, ob er mein Typ ist. Ich muss ihn ja erstmal kennenlernen.“

Sprich: Isabell Bernsee will sehen, was er drauf hat. Können muss er eine schwierige Rolle: das ganz liebe Arschloch ... Die Wunschvorstellung der Wildkatze bringt mich kurz an meine Grenzen und meinen Finger ganz nah an den Ausschaltknopf. Aber ich halte durch – zwei Stunden. Es lohnt, am Ende gibt‘s nämlich für Isabell eine Rose, sie ist weiter dabei, hoffentlich in einem Kleid, bei dem der Bachelor dann nicht fragen muss: Kommst du damit klar? Nein, sie kam nicht damit klar! Also, Daumen drücken für die nächste Runde: Die Mädelsrunde ist wieder dabei.