Polizei

Mann springt aus fahrendem Auto: Polizei schnappt Straftäter bei Tryppehna im Jerichower Land

Am 6. Oktober machte die Meldung die Runde, dass ein Anhalter in Lostau aus einem fahrenden Auto gesprungen ist und seine Habseligkeiten hinterlassen hat. Nun wurde er am 7. Oktober gefasst.

Von Sebastian Rose und Anke Reppin 07.10.2021 • Aktualisiert: 08.10.2021, 10:36
Die Landesbereitschaftspolizei sucht in Möser nach einem Mann, der am 6. Oktober aus einem fahrenden Auto gesprungen ist.
Die Landesbereitschaftspolizei sucht in Möser nach einem Mann, der am 6. Oktober aus einem fahrenden Auto gesprungen ist. Symbolfoto: dpa

Möser - Nach einem Zeugenhinweis gegen 14 Uhr soll der Gesuchte sich in einem Wald bei Stegelitz/Möckern aufhalten. Zurzeit geht die Polizei mit einem Aufgebot der Spur nach. Anschließend sollen die Kräfte laut Jens Sturm vom Burger Polizeirevier dort konzentriert werden. Die Polizei geht stark davon aus, dass es sich bei dem Mann um den gesuchten 33-Jährigen handelt.

Update 15.10 Uhr: Die Polizei Stendal twitter: "Fahndungserfolg". Aufgrund der Hinweise aus der Bevölkerung konnte der 33-Jährige auf dem Ziepeler Weg in Tryppehna gestgestellt werden. Der Mann sei ins Polizeirevier nach Burg gebracht worden, sagte Jens Sturm. Hier seien die so genannten erkennungsdienstlichen Maßnahmen vorgenommen worden, das heißt es wurden unter anderem Bilder von dem Täter angefertigt und Fingerabdrücke genommen.

In einer Pressemitteilung teilte das Polizeirevier Burg schließlich am Donnerstagabend mit, die Person habe „zweifelsfrei identifiziert“ werden können. Der Mann sei mit dem Funkstreifenwagen ins Krankenhaus zur ärztlichen Untersuchung gebracht worden. Die Kriminalpolizei habe Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen. Weitere Hinweise zu dem Täter nehme das Polizeirevier Jerichower Land weiterhin rund um die Uhr unter der Telefonnummer 03921/9200 entgegen.

Das war passiert:

"Szenen wie aus einem Action-Film haben sich am Mittwochmorgen (6. Oktober) gegen 9.30 Uhr bei Gerwisch und Lostau abgespielt. Bei 50 Kilometern pro Stunde war auf der Bundesstraße 1 ein polnischer Anhalter aus dem Auto gesprungen. Die Suche nach ihm blieb bislang erfolglos", lautete es gestern in der Online-Ausgabe der Burger Volksstimme.

Am Morgen des 7. Oktobers wurde der 33-Jährige wohl wieder entdeckt. In einem Tweet der Polizei Stendal heißt es, dass der Mann gegen 7 Uhr im Bereich Pietzpuhl/Möser gesehen worden ist. "Dieser könnte nach wie vor verwirrt und verletzt sein. Sehen Sie davon ab, den Mann per Anhalter mitzunehmen. Falls Sie die Person im oben genannten Bereich sehen, wählen Sie die 110", heißt es weiter.

Mit einem Großaufgebot suchte die Bereitschaftspolizei das Gebiet rund um Möser ab. Gegen 11 Uhr zogen sie ergebnislos wieder von dannen - der 33-Jährige war nicht aufzufinden.

Ist dieser Mann nun gefährlich? Zumal eine große Einheit der Bereitschaftspolizei in der Region nach dem Mann intensiv gesucht hat. Die Polizei in Stendal verweist auf Nachfrage an die Kollegen des Burger Polizeireviers und äußert sich nicht konkret auf die Frage.

"Beschreibung: 33 Jahre alt, kurze Stoppelhaare, schwarze Jogginghose, eierförmiger Kopf"

Polizei Stendal

Die Durchwahl des Polizeireviers in Burg ist seit dem Vormittag dauerbesetzt. Die Pressestelle war bis 12.30 Uhr ebenfalls nicht zu erreichen. Polizeihauptmeister Frank Eismann erklärt dann aber am Telefon: "Eine Pressemitteilung geht gleich raus. Ob der Mann gefährlich ist, wissen wir zurzeit nicht. Aber er hat schon Straftaten begangen. Ich kann nur nochmal sagen und an die Bevölkerung appellieren: Nehmen Sie diesen Mann nicht als Anhalter mit und rufen Sie sofort die 110 an."

Wenige Minuten später dann die Pressemitteilung: Ein Mann soll um kurz vor 7 Uhr durch einen Unbekannte angegriffen worden sein. "Ein 34- jähriger Mann war mit einem Fahrrad nach Pietzpuhl unterwegs und wurde durch eine unbekannte männliche Person mit einem Knüppel auf den Kopf geschlagen. Der Täter flüchtete nach der Tat in den anliegenden Wald", heißt es von Seiten der Polizei.

Die verletzte Person wurde durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus in Burg gebracht. "Es wurde eine umfangreiche Suchaktion mit Kräften der Bereitschaftspolizei, Polizeiinspektion Stendal und dem Polizeirevier Jerichower Land eingeleitet. Der Täter konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festgestellt werden."

Dies ist nun anders. Der Gesuchte wurde gefunden.