Burg l „Die Burger empfangen Besucher jetzt selbstbewusster und zeigen ihnen die Stadt“, fasst Geschäftsstraßenmanagerin Birgit Schmidt die Auswirkungen der Laga zusammen. Es habe sich ein Mehrwert für die Stadt ergeben, der weiter ausgebaut werden soll – auch von den Händlern der Schartauer Straße.

Stadt beleben

Eine von ihnen ist Kerstin Langer, Betreiberin des Burger Rolandkellers. „Ich war zufrieden, wir hatten etliche Gäste, manche Händler haben sich aber versprochen“, erinnert sich Langer an die Zeit der Laga. Sie wünsche sich, dass mehr Menschen die Stadt besuchen, um sie richtig zu beleben.

Das zu erreichen, sei auch das Ziel mancher Aktionen während der Laga gewesen, sagt Birgit Schmidt. Mit Projekten, etwa in der leeren Ladenzeile der Wobau am Markt, sei es gelungen, etwas zu schaffen, das über die Laga hinaus wirke, sagt sie. So betrieben etwa zwei Kunststudenten aus Leipzig und Berlin, beide gebürtige Burger, eine Galerie in der Ladenzeile und zeigten auch eigene Werke. Auch Schülerarbeiten der siebten bis zwölften Klasse des Rolandgymnasiums wurden ausgestellt. Eine Künstlergruppe steht nun in Verhandlungen mit der Wohnungsbaugesellschaft, um die Räume dauerhaft nutzen zu können.

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Marketing soll weiter gehen

Ob das Management-Team seine Arbeit auch 2019 fortsetzen kann, werde erst in zwei Wochen bekannt gegeben, äußert Mitarbeiterin Ilona Hadasch. Udo Vogt, Vorsitzender des Laga-Fördervereins und Stadtratsmitglied bestätigt, dass das Geld im Haushalt eingestellt sei. „Es müsste also weitergehen“, sagt er. Der Haushaltsplan sieht die Auszahlung von Fördermitteln in Höhe von 5000 Euro für 2018 vor.

Schmuckes für die Innenstadt

Zur Verschönerung der Innenstadt soll auch beitragen, dass 44 neue Blumenkübel entlang der Einkaufsmeile aufgestellt wurden. 17 Paten haben sich bereits gefunden, sieben Kübel sind noch übrig. Die Aufgabe der Paten besteht weniger in der Bewässerung als darin, sich um „ihren“ Kübel zu kümmern. „Sie müssen nicht jeden Tag mit der Gießkanne losrennen, aber Unkraut zupfen oder Müll beseitigen, der vielleicht hineingeworfen wird“, erklärt Udo Vogt. Karin Breckau von der Konsumgenossenschaft Burg-Genthin-Zerbst ist eine der Paten. Sie sagt: „Unsere Innenstadt soll schöner werden. Wir haben hier auch mit Vandalismus zu tun und wollen einen Gegenpart dazu setzen.“

Wieland Günther, zuständiger Baum- und Grünflächen- experte der Stadtverwaltung, sagt: „Es geht um die Präsenz vor Ort – dass man schnell reagiert und zum Beispiel eine ausgerissene Pflanze ersetzt.“