Jugendfeuerwehren

Möckern: Sternfahrt des Feuerwehrnachwuchses

Zu einer Sternfahrt nach Loburg waren am Sonnabend alle Kinder- und Jugendfeuerwehren der Einheitsgemeinde Möckern eingeladen. Knapp 80 Teilnehmer erlebten einen unterhaltsamen Tag auf den Loburger Festwiesen

Von Stephen Zechendorf
Waldbrandtafeln für das heimische Gerätehaus  fertigten die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Treff in Loburg an.
Waldbrandtafeln für das heimische Gerätehaus fertigten die Kinder und Jugendlichen bei ihrem Treff in Loburg an. Foto: Stephen Zechendorf

Loburg - Von allen Seiten strömten sie am Sonnabendvormittag auf das weitläufige Gelände der Loburger Festwiesen. Überwiegend mit den Fahrrädern hatten sich die Mitglieder von sechs Kinderfeuerwehren und ebensovielen Jugendfeuerwehren auf den Weg zu dem Treffen gemacht. „Es ist die erste große Veranstaltung seit Corona“, freute sich die Stadtjugendwartin Cornelia Vietmeyer. In den einzelnen Ortsfeuerwehren hatte die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen bereits beginnen können. Soweit die Stadtjugendwartin weiß, hat es wegen der langen Lockdown-Phase keine Austritte bei dem Nachwuchs gegeben: „Die sind alle wieder dabei.“

Wissenswertes aus Forst und Flur

Befassen sich die aktuell etwa 200 Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Stadt bei solchen Treffen für gewöhnlich mit feuerwehrspezifischen Wettbewerben, so sollte es an diesem Sonnabend entspannter zugehen.

So hatten die Organisatoren Bausätze für Waldbrandwarntafeln besorgt. So konnte der Feuerwehrnachwuchs für das eigene Gerätehaus eine solche Tafel zusammenbauen. Dass sie daran künftig täglich die aktuelle Waldbrandwarnstufe einstellen werden, darauf wollten sich die jungen Leute am Sonnabend nicht verbindlich einlassen.

An einer anderen Station wurden die Nachwuchsbrandschützer von Mitarbeitern der Bundesforst begrüßt. Anhand von Mustern und Anschauungselementen erfuhren die Kinder und Jugendlichen mehr über den Wald und die Arbeiten, die hier verrichtet werden müssen.

Natürlich gab es aber auch ein Quiz, bei dem knifflige Aufgaben in Teams gelöst werden konnten.

Zwischen sechs und zehn Jahren in der Kinderwehr

Derzeit gibt es im Gebiet der Einheitsgemeinde Stadt Möckern acht Kinderfeuerwehren. Dazu kommen 19 Jugendfeuerwehren. Nicht selten bilden in der Einheitsgemeinde Möckern die Ortswehren mehrerer Orte eine gemeinsame Kinder oder Jugendwehr. Die Arbeit der Stadtjugendfeuerwehr besteht darin, Kindern und Jugendlichen die Feuerwehrarbeit näherzubringen. Dazu gehören unter anderem Ausflüge, Zeltlager, spannende Wettkämpfe, Spaßveranstaltungen, feuerwehrtechnische Ausbildungen und vieles mehr.

Jugendliche mit Interesse an der Jugendfeuerwehr können im Feuerwehrgerätehaus ihrer Ortschaft einfach mal vorbei schauen und schauen, ob es dort eine Jugendwehr gibt. Bei Interesse an der Kinderfeuerwehr können sich Erziehungsberechtigte mit ihren Kindern an die Wehrleitung in ihrem Ort oder an die Stadtjugendwartin Cornelia Vietmeyer wenden.

Wer zwischen sechs und zehn Jahren alt ist, kann in eine Kinderfeuerwehr eintreten. Zwischen zehn und 18 Jahren besucht man die Jugendfeuerwehr.

Bei Kinderfeuerwehren gibt es im Gegensatz zu den erwachsenen Aktiven und den Jugendwehren keine Bekleidungsvorschriften. Außerdem, so Stadtwehrleiter Meik Schultz, dürfen die Kinder noch nicht mit feuerwehrtechnischer Ausrüstung arbeiten. Schutzhelme, Schutzschuhe und Handschuhe sind daher nicht Pflicht. Es gibt aber Wehren, in denen Kinder mit einheitlichen Jacken und leichten Helmen ausgestattet werden. Aktuell gibt es in Sachsen-Anhalt rund 5000 Kinder in Kinderfeuerwehren und etwa 9000 Jugendliche in den Jugendwehren.