Möckern l Die Kameraden der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Möckern saßen gerade beim letzten Dienstabend des Jahres im Gerätehaus zusammen und schauten sich Fotos von Einsätzen vergangener Jahrzehnte an, als die Alarmierung erfolgte.

Einsatz unter Atemschutz

Weil sowieso im Gerätehaus, waren die Einsatzkräfte innerhalb kürzester Zeit vor Ort an der Möckeraner Kleingartenanlage am Ortsausgang Richtung Hohenziatz. Die Laube brannte lichterloh, krachend zersplitterten Asbestplatten, die in der Gartenlaube verbaut waren. Die Feuerwehrleute arbeiteten unter Atemschutz. Mit Hilfe der Drehleiter wurde der Einsatzort ausgeleuchtet.

Es handelte sich um eine seit längerer Zeit leerstehende Laube – gleich gegenüber von den beiden Gartenlauben, die nur wenige Wochen zuvor abgebrannt waren. Denn schon am 23. Oktober und 28. November waren in diesem Teil der Gartensparte Gartenhütten abgebrannt.

Bilder

Anlage teilweise nicht belegt

In beiden Fällen waren die Hütten seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt, sondern schon vor Jahren aufgegeben worden. Der von den Bränden betroffene Bereich der Kleingartenanlage „Stiefelknecht“ ist nicht komplett belegt und wirkt teilweise sehr ungepflegt.

Ob zwischen den drei Bränden mit je einem Monat Abstand ein Zusammenhang besteht, ist Bestandteil der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, sagte gestern ein Polizeisprecher. Am Sonnabend wollte man keine Aussage dazu treffen, ob alle Gartenlauben dem gleichen Besitzer zuzuordnen sind. Auch zur Brandursache werde weiter ermittelt.

3000 Euro Schaden

Nach Angaben der Polizei in Burg entstand bei dem jüngsten Feuer ein Sachschaden in Höhe von 3000 Euro.

Mit Einsätzen am letzten Dienstabend des Jahres haben die Möckeraner Kameraden so ihre Erfahrung: Bereits vor zwei Jahren hatte ein Feuer den Möckeraner Kameraden den geselligen Jahresabschluss für das Jahr 2017 mächtig verdorben. Damals brannte im ehemaligen LPG-Gelände neben dem Grätzer Hof ein mit Heuballen gefüllter Stall in voller Ausdehnung.