Burg l Landkreis hat damit begonnen, die Abfallgebührenbescheide zu verschicken. Im Vorfeld waren Zuschriften an die Redaktion wie die folgende kein Einzelfall: „Seit März sind die Abfallgebührenbescheide fällig. Die Abrechnung für 2018 und die Vorauszahlung für 2019. Für Mai dieses Jahres wurden sie angekündigt, aber es passierte wieder nichts.“ Im Gespräch mit der Volksstimme möchte der Beigeordnete des Landkreises, Thomas Barz, die Vergangenheit nicht überstrapazieren. Dass es Probleme gegeben hat, ist ihm nur allzu bekannt.

Er weiß von den Problemen an den sogenannten Schnittstellen, dem Einwohnermeldeamt, der Abfallentsorgungsgesellschaft Jerichower Land (AJL). „Wenn jemand jetzt feststellt, dass die Daten in dem Bescheid nicht stimmen, soll er sich direkt an uns wenden“, sagte Barz. Es seien extra zusätzlich freie Plätze unter der auf dem Bescheid angegebenen Rufnummer eingerichtet worden. Alternativ könne eine E-Mail an abfallwirtschaft@lkjl.de geschickt werden. Das werde auf jeden Fall schneller gehen, als einen Widerspruch einzulegen.

Nicht mehr gemeinsame Schreiben

Neu ist in diesem Jahr, dass für jedes Veranlagungsjahr separate Bescheide erstellt wurden. Das bedeutet, dass einige Gebührenzahler bis zu drei Bescheide in einem Umschlag erhalten, die Rechnungen für 2017 und 2018 sowie die Vorauszahlung für 2019. Mit dieser Änderung seien die vielen Anregungen der Bürger aufgegriffen und umgesetzt worden. Zur einfacheren Nachvollziehbarkeit der Bescheide seien Änderungen am Layout vorgenommen und zusätzliche Hinweise in den Bescheiden eingearbeitet worden. „Es soll in diesem Jahr das letzte Mal gewesen sein, dass die Bescheide so spät verschickt werden“, kündigte Barz Besserung an. Es seien jetzt noch einige Testläufe vorgenommen worden, damit die Bescheide korrekt zugestellt werden

Vom Landkreis werden auch die sogenannten Abfallströme beobachtet, dabei sei festgestellt worden, dass das Restmüllaufkommen geringer geworden sei. Das sei auch Intention des Landkreises gewesen. Allerdings war im Nachbarlandkreis Stendal ebenso das Restmüllaufkommen gesunken, was durch Missbrauch der Gelben Tonne kompensiert wurde. „Wir haben hier zwar auch die Fehlwürfe, also Dinge in der gelben Tonne, die dort nicht hineingehören, aber es besteht noch kein Handlungsbedarf“, sagte Barz. Der Landkreis sei mit den Großvermietern im Gespräch, nach den Sommerferien gebe es eine nächste Runde. Es soll eine Lösung gefunden werden, wie von Unberechtigten eingeworfener Müll verhindert werden kann, um die Abrechnung noch gerechter zu gestalten.

Über 25.000 Briefe abgeschickt

In einer Pressemitteilung hat der Kreis zusammengefasst: Es werden rund 5000 Abrechnungs- und Korrekturbescheide für das vergangene Jahr und etwa 27.000 Abrechnungsbescheide 2018 sowie 26.000 Vorauszahlungsbescheide für das laufende Jahr durch ein Druck- und Kuvertierunternehmen verschickt. Die 58.000 Bescheide werden in Form von 14.000 Standardbriefen und 11.500 Kompaktbriefen verteilt.