Burg l Ein Spaziergang durch die Parks macht in diesen Herbsttagen besonders Spaß. „Der Flickschupark ist wunderschön geworden“, freut sich Stephanie Moratschke. Sie wohnt an der Berliner Straße und unternimmt gern Ausflüge mit ihrer eineinhalbjährigen Tochter Elena-Sophie. „Vor allem der Spielplatz am großen Hügel ist toll“, sagt die junge Mutter.

Der kann nun so oft es geht aufgesucht werden, denn neben dem Flickschupark sind auch Goethepark, Weinberg und Ihlegärten ab sofort tagsüber geöffnet. Vor allem für die Einwohner in der Siedlung ist das eine Erleichterung, denn sie können nun wieder die Platanenallee zu Fuß oder mit dem Fahrrad nutzen. Möglich wurde die vorzeitige Öffnung, weil der Rückbau von Anlagen und Einrichtungen auf den Laga-Flächen zu 90 Prozent abgeschlossen ist, erklärt der gärtnerisch-technische Leiter der Laga, Frank Schröder. Rund 20 Firmen haben dafür Hand angelegt. „Es ist alles schneller und auch reibungsloser vonstatten gegangen. Davon sollen auch dann die Burger profitieren.“ Lediglich einige Themengärten müssten noch entfernt werden. Aus diesem Grund würde beispielsweise die Platanenallee im Flickschupark jetzt von 6.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Mitte November sind die eigentlichen Umbauarbeiten bei den Zäunen geplant. Dies hat im Flickschupark zur Folge, dass der Zaun am ehemaligen Forstbereich verlegt und der Wasserspielplatz damit umzäunt wird. Die Platanenallee selbst ist dann Tag und Nacht frei – so wie vor der Landesgartenschau.

Vierbeiner erlaubt

Allerdings folgen die ersten Kritikpunkte auf dem Fuße. Ein wunder Punkt sind die Hundehaufen, denn auch Besitzer von Vierbeinern dürfen durch die Anlagen spazieren gehen. So meldeten sich Volksstimme-Leser, dass nicht jede tierische Hinterlassenschaft beseitigt werde. Sie hegen die Befürchtung, dass die Grünanlagen nach und nach verdrecken, wenn die Hundehalter nicht zur Tüte greifen. Per Mail schilderte Sabine Haase aus Burg ihre Erfahrung: Die Familie hatte am Sonntag beschlossen, den Flickschupark aufzusuchen. „Und dann die große Enttäuschung. Hunde-haufen und Hinterlassenschaften Am Weg, auf der Wiese ... Man kann sich vorstellen, wie die Flächen in einem halben Jahr aussehen, wenn die Bevölkerung und Hundebesitzer nicht endlich einsichtig sind und darauf achten, die Haufen wegzumachen. Der Gedanke daran stimmt mich ärgerlich und wütend zugleich.“

Auch Stephanie Moratschke fordert mehr Rücksicht. „Ich habe auch einen Hund, aber die Tiere müssen nicht auf dem Spielplatz umherlaufen, wo die Kinder sind.“

Enttäuschung

Das sieht auch Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) so, der gestern wiederholt Hinweise über Hundehaufen auf den Parkanlagen bekommen habe. „Es ist für mich unverständlich, dass Einzelne nicht den Wert unser Parkanlagen erkennen und so verantwortungslos handeln. Zumal wir uns bewusst entschieden haben, die Hundehalter nicht auszuschließen.“ Dass es schon kurz nach dieser provisorischen Öffnung Beschwerden gebe, sei „ziemlich enttäuschend“.

Wie sind Ihre Erfahrungen nach der Öffnung der Parkanlagen? Rufen Sie an unter Telefon (03921) 456431 oder schreiben Sie per Mail: mario.kraus@volksstimme.de