Burg/Genthin (mk) l Die Jäger in Sachsen-Anhalt und damit auch im Jerichower Land können ab sofort für die Jagd auf Wildschweine modernste Technik einsetzen. Die Landesjagdregierung hat dafür das Landesjagdgesetz geändert. Damit ist es nun möglich, so genannte Nachtsicht-Vor- und Aufsatzgeräte zu verwenden, bestätigte der Landtagsabgeordnete Markus Kurze (CDU). Zugelassen sind Wärmebildgeräte und Restlichtverstärker. Auf diese Weise können Wildschweine auch außerhalb der Mondphase bejagt werden.

„Für die Jäger ist es hinsichtlich der drohenden Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eine große Erleichterung, die Bestände zu dezimieren“, so Kurze. Auch Kreisjägermeister Hartmut Meyer bezeichnete die Verordnung, die seit Anfang des Monats rechtskräftig ist und die viele Jägerschaften einforderten, als eine „sehr gute Lösung im Interesse der Jagd“. Mit Hilfe der Technik könne zu jeder Jahreszeit auch deutlich weidgerechter gejagt werden. So könne es gelingen, gezielter in die Struktur der Rotten einzugreifen. In den Jägerschaften Burg und Genthin sind rund 600 Jäger organisiert. Im Jagdjahr 2018/19 wurden im Jerichower Land nach Angaben der Kreisverwaltung rund 2900 Wildschweine gestreckt.

Schießsport auf offenen Anlagen erlaubt

Erleichterungen gibt es im Rahmen der Corona-Krise auch für die Schützen. So werden nach der fünften Eindämmungsverordnung des Landes offene Schießstände als Sportanlagen im Freien eingestuft, teilte Kurze mit. Auf diesen Anlagen dürfe der Schießsport ausgeübt werden – unter Voraussetzung hygienischer Maßnahmen.