Fotowettbewerb

Nahverkehrshgesellschaft Jerichower Land vergibt Hauptgewinn an gelenkige Mädchen

Als die Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land ihren Landkreisbus vorstellte, lobte sie einen Fotowettbewerb aus. Nun wurden die Gewinner gekürt.

Von Thomas Pusch 06.08.2021, 16:13
Nora (von rechts) und Jule Folwerk sowie Daniel Hasenkrug heißen die Gewinner im Fotowettbewerb der NJL. Darüber freuten sich auch Geschäftsfüher Thomas Schlüter und Prokuristin Daniela Kramper.
Nora (von rechts) und Jule Folwerk sowie Daniel Hasenkrug heißen die Gewinner im Fotowettbewerb der NJL. Darüber freuten sich auch Geschäftsfüher Thomas Schlüter und Prokuristin Daniela Kramper. Foto: Thomas Pusch

Burg - Der neue Gelenkbus der Nahverkehrsgesellschaft Jerichower Land (NJL) ist in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Zum ersten Mal seit 16 Jahren rollt seit dem 12. Mai wieder ein von vielen Schlenki genanntes Gefährt durch die Region. Mit seinen 18 Metern Länge kann er mehr Fahrgäste aufnehmen als alle anderen Busse der NJL: 150. Doch bei seiner Vorstellung rückte er gegen ein anderes Modell in den Hintergrund, das NJL-Geschäftsführer Thomas Schlüter als „besonders schönen Bus“ bezeichnete.

Er ist Teil einer Imagekampagne. Die NJL wolle nun mehr zeigen, wie gut sie ist, hatte Schlüter bei der Vorstellung gesagt. Ein Kreativteam um Josefine Zimmermann arbeitete an der Gestaltung des Busses, zu der auch eine Landkreiskarte gehört, auf der alle Ortschaften verzeichnet sind. Jeder solle sich dadurch angesprochen fühlen. Außerdem haben die drei Leitsätze der NJL Platz auf dem Bus gefunden: „Unser Jerichower Land“, „Wir machen den Landkreis mobil“ und „Nahverkehr, der uns verbindet“.

Landrat Steffen Burchhardt (SPD) hat die Patenschaft für den Bus übernommen. Auf dem Heck prangt seine Unterschrift. Ob er nun wirklich aus eigener Tasche finanzieren muss, wenn das Kind einmal neue Schuhe, also Reifen, braucht, wie der NJL-Geschäftsführer scherzhaft bemerkte, wird sich noch zeigen. Schlüters Begeisterung für den Bus brachte ihn aber auf die Idee, einen Fotowettbewerb auszuloben.

Reitturnier bot die passende Kulisse

Wer den Bus, der auf den Namen „Der Jerichower“ getauft wurde, auf einer seiner Touren erwischte, sollte auf den Auslöser drücken, sich selbst vielleicht auch mit ablichten. Somit sollte der Wettbewerb zu einem weiteren Symbol der Verbundenheit der NJL mit der Region und den dort lebenden Menschen werden. In der großen Bushalle des Nahverkehrsunternehmens wurden nun die Preise vergeben.

Schlüter zeigte sich immer noch begeistert vom Design, das das Kreativteam entworfen hatte. „Es wurde zu 90 Prozent übernommen, wir haben so gut wie nichts verändert“, sagte er. Allerdings habe er bei der Idee des Fotowettbewerbs unterschätzt, dass der Bus eben nicht irgendwo stehe, damit verdiene er schließlich kein Geld, sondern in der Region unterwegs sei. Das mache es schwierig, den Bus zu finden und zu fotografieren.

„Er hat zwar seine Stammlinie in Burg, ist aber im ganzen Landkreis unterwegs“, erklärte Prokuristin Daniela Kramper, die auch Fahrdienstleiterin bei der NJL ist. So könne der Bus auch in Genthin oder Jerichow gesichtet werden, er solle ja schließlich alle Menschen im Jerichower Land verbinden. So hielten sich die Einsendungen zunächst in Grenzen, doch dann gab es noch eine Sonderaktion.

Ende Mai fand mit dem Reitturnier in Königsborn nicht nur die erste große Veranstaltung seit der Corona-Pause statt, sondern es bot auch zwei Tage lang eine gute Kulisse für den „Jerichower“, der dort bewundernde Blicke auf sich zog. Für die sorgten bei der Jury auch die drei Bilder, die ausgezeichnet wurden. Die ersten beiden Plätze wurden vom Schwesterpaar Nora und Jule Folwerk belegt. Das Siegerfoto zeigt sie beide in artistischer Figur vor dem Bus. Dafür gab es ein Tablet. Den zweiten Preis bekam das Bild, das Jule im Spagat vor dem Gefährt zeigt. Dafür bekam sie eine Beatbox, Mutter Folwerk, die beide Fotos gemacht hatte, verzichtete großzügig auf die Preise.

Premiere für die Fähre am 31. August

Auch vom Drittplatzierten zeigte sich Schlüter sehr angetan. Im Mittelpunkt dabei steht kein Mensch, sondern ein Pferd, das ein Hindernis überspringt. „Das ist Ihnen toll gelungen“, lobte er Daniel Hasenkrug, der einen Kopfhörer gewann. „Dafür habe ich ja auch geübt“, entgegnete er. Das Pferd habe aber nur einmal springen müssen. Als Nächstes wird die NJL nicht mit einem Bus, sondern mit der Fähre Ferchland-Grieben auf sich aufmerksam machen. Am 31. August ist Premiere, die Einladungen sind verschickt.