Burg l War die Region bisher von Stendal aus betreut worden, geht die Zuständigkeit des neuen Palliativstützpunktes in Burg im Norden bis Rogätz und Hohenseeden, im Nordosten bis Schopsdorf und im Osten bis Möckern und Gommern/ Leitzkau.

„Unser Anliegen ist es, schwerstkranke und sterbende Menschen zu begleiten und eine individuell angepasste Versorgung jedes Einzelnen mit einer Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) zu gewährleisten“, so Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen, der anlässlich der Eröffnung des Burger Stützpunktes in der Nicolaikirche das neue palliative Angebot erläuterte. Es gelte, die Versorgung und die Lebensqualität der unheilbar Erkrankten möglichst lange in der eigenen Häuslichkeit zu erhalten.

Hierfür steht den Familien ein interdisziplinäres Team aus Palliativpflegekräften, Medizinern und anderen mitwirkenden Berufsgruppen 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Das Angebot beinhaltet spezialisierte palliativärztliche und palliativpflegerische Beratung, Organisation, Koordination und Versorgung.

„Unser Team führt dazu regelmäßige Hausbesuche bei den Patienten durch, stellt Behandlungspläne zur Symptomlinderung auf, bietet zur Notfallversorgung und Krisenintervention eine 24-Stunden-Rufbereitschaft und arbeitet eng mit den Strukturen der Primärversorgung zusammen. Die Kostenübernahme der Behandlung erfolgt zu 100 Prozent durch die Krankenkassen der Patienten“, ergänzte die Leiterin der Hospizarbeit in den Pfeifferschen Stiftungen, Tabea Friedersdorf.

Ehrenamtliche werden eingebunden

Auch eine psychosoziale Begleitung durch ausgebildete Ehrenamtliche, wie es sie in Burg unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde bereits gibt, wird ergänzend zur medizinischen Versorgung für die Erkrankten und ihren Familien angeboten. „Diese Begleitung kann zusätzlich zur SAPV-Versorgung genutzt oder auch separat in Anspruch genommen werden“, sagte die neue Koordinatorin in Burg, Stefanie Maihold (29).

Für Fragen und Antworten steht sie Betroffenen und deren An- und Zugehörigen dienstags und donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr persönlich zur Verfügung.

Telefonisch ist Stefanie Maihold unter der Handy-Nummer 0172/7187259 auch außerhalb dieser Sprechzeiten zu erreichen.