Loburg l Mehr Kirchenmusik und Klassik in der Region, das verspricht der neue Verein, der auch gleich einen eigenen Chor mitbringen möchte.

Ideengeber des Vereines ist Torsten Fabrizi, der als Kantor in Loburg vor Jahren seine ersten kulturellen Spuren in der Region hinterlassen hat und mit dem Projektchor des Kirchenkreises Elbe-Fläming bis heute der Region kulturell verbunden ist. Der Wahl-Möckeraner wird auch den Vorsitz des Vereines übernehmen. Zur Stellvertreterin wählten die Gründungsmitglieder Antje Vogt, Kassenwartin ist Ute Krenzer.

Fabrizi übt heute seinen Beruf in Wollin/Ziesar aus. Und so stellt sich auch der Wirkungskreis des Fördervereines – mit offiziellem Sitz in Möckern – entsprechend weitgefasst dar: „Zweck des Vereins ist die Pflege, Förderung und Verbreitung der Kirchenmusik im Jerichower Land, Anhalt-Zerbst, Potsdam-Mittelmark und angrenzenden Regionen“, heißt es in der Vereinssatzung.

Der Satzungszweck soll insbesondere durch die Gründung und Unterhaltung des Kammerchores „Laudate“, verwirklicht werden, heißt es weiter.

Name seit Jahresbeginn

Den Kammerchor gibt es seit dem vergangenen Jahr, berichtet Torsten Fabrizi. Seinen Namen bekam das Ensemble bei einer Chorveranstaltung zu Beginn des Jahres 2017.

Der Kammerchor ist aus dem großen Projektchor des Kirchenkreises Elbe-Fläming hervorgegangen und studiert mit ausgewählten Mitgliedern noch anspruchsvollere Werke ein. Die Chormitglieder kommen aus der weiteren Region zusammen. Mit dabei sind Chormitglieder von Ziesar über Gommern, Möckern und Loburg bis nach Wiesenburg. Sie treffen sich einmal im Monat zu intensiven Proben.

Schon stehen weitere Termine bis zum Jahresende fest. Am 21. Juni gastiert der Chor in Grabow, in Reuden am 23. Juni. Weitere Auftritte sind für den 10. September in Loburg, Buckau und Ziesar geplant, sowie für den 22. Oktober in Möckern und Tucheim.

Mit dem Verein kann die Pflege des kirchlichen Liedgutes und des Chorgesanges mit Chor- und Konzertveranstaltungen intensiviert werden. Denn als Verein sei man unabhängiger von Fremdmitteln. Derzeit sind es vor allem Gelder der Gemeinden oder der Kirchenkreise, die solche kulturellen Veranstaltungen in den Kirchen erst möglich machen. „Als Verein können zusätzlich Spendengelder bei Sponsoren gesammelt werden“, erklärt Torsten Fabrizi.

Das eröffnet auch die Möglichkeit, mehr (oder öfter) professionelle Musiker in die Region zu holen. Thorsten Fabrizi hat sich längst mit seinem kulturellen Engagement bei den hiesigen Kunstfreunden beliebt gemacht und mit professionellen Musikerkollegen zu beachtenswerten Konzerten gebeten. Auch bei dem jüngsten Projektchor, bei dem das Passionsoratorium „Das Sühnopfer des neuen Bundes“ von Carl Loewe (1796-1869) an zwei Orten zur Aufführung kam, waren angesehene Gesangssolisten und Musiker mit dabei.

Wer sich den großen Projektchor Elbe-Fläming zumindest als CD nach Hause holen möchte, kann einen Konzertmitschnitt des jüngst aufgeführten „Sühnopfers“ im Pfarramt Möckern oder bei Bernhard Stöhr in der Dammstraße Loburg gegen eine Spende erhalten.

Der Kontakt zum Förderverein ist möglich unter fabrizi@gmx.de.