Möckern l Rosian hat bei dem Fotowettbewerb der Volksstimme gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Bürger aufs Foto bekommen. Dafür gab es 300 Euro für die Ortschaftskasse. Die Kür des Siegers des Fotowettstreits war nur ein Programmpunkt des Neujahrsempfang. Seit Jahren schon laden die Volksbank und die Stadt Möckern gemeinsam zu dem Empfang ein. mehr als 400 Gäste folgten der Einladung in die Stadthalle.

In den Grußworten von Landrat Steffen Burchhardt (SPD), dem Landtagsabgeordneten Markus Kurze und auch des Möckeraner Stadtbürgermeis- ters Frank von Holly ( beide CDU) spielte die Würdigung des Ehrenamtes eine große Rolle.

Engagement

Dieses ehrenamtliche Engagement galt es auch, bei dem Empfang mit Aufmerksamkeit und Spenden zu würdigen. Wie in den Vorjahren stellte sich ein in der Einheitsgemeinde gemeinnützig tätiger Verein den Gästen vor. Die Vorsitzende des stadtübergreifend arbeitenden Kitafördervereins, Kirstin Haufschild, stellte die Arbeit des Vereines vor. Der Verein will als Vertreter aller Kindertagesstätten in der Einheitsgemeinde die Vernetzung der Einrichtungen vorantrieben und materielle und ideelle Unterstützung bei Vorhaben der Kitas leisten.

Bilder

Bei einer Sammlung im Saal nach dem Auftritt von Kindern des Wörmlitzer Hortes kamen 1964,59 Euro zusammen. Volksbank-Vorstandsmitglied Martin Trahe, der wie in den Vorjahren eigentlich beabsichtigt hatte, den Sammelbetrag auf die nächste Tausenderstelle aufzurunden, ahnte schnell, dass hier erweiterter Handlungsbedarf besteht. In Absprache mit dem Vorstand wurde die Spendensumme – unter großem Applaus – auf 3000 Euro aufgestockt.

Erfolgreiches Jahr

Möckerns Stadtchef kam in seinem Grußwort auf das Thema Zufriedenheit und Glück zu sprechen: „Ich bin zufrieden mit dem, was wir in der Stadt 2018 geschafft haben.“ Das Jahr sei insgesamt ein erfolgreiches Jahr gewesen. „Viele könnten zufrieden sein, sind es aber nicht. Glücklich sein bedeutet nicht, dass einem alles gelungen ist.“

Volksbank-Vorstand Trahe war zuvor in seiner Rede auf das Thema Identität eingegangen: „Es fällt den Menschen immer schwerer, sich zuzuordnen. Ist man nun Möckeraner, Jerichower Ländler oder Sachsen-Anhalter. Es gibt Unsicherheiten, weswegen sich Menschen zunehmend auf Vertrautes zurückziehen. Dabei kann man doch alles gleichzeitig sein.“

Landrat Steffen Burchhardt brachte seine Sorge zum Ausdruck, dass „Werte verloren gehen“ und zunehmend ein egoistischer Blick auf die Dinge geworfen werde. Markus Kurze beklagte, dass der Ton in der Politik rauer geworden sei. „Wir müssen Anstand behalten. Man kann Wahlkampf auch anständig und fair führen.“ Mit Blick auf die Kenia-Koalition im Landtag sagte Kurze: „Bei manchen Koalitionären hat man das Gefühl, dass sie ihren Menschenverstand vergessen.“ Auch die seitens der Kirche geführte Kampagne für ein Tempolimit zugunsten des Klima-Erhaltes verurteilte das Mitglied der Christlich Demokratischen Union: „Wir sollten doch unseren klaren Menschenverstand nutzen und uns lieber auf wesentliche Themen konzentrieren.“