Dannigkow l Die landschaftlich schöne und ruhige Lage spreche für den Campingplatz Plattensee. Rundum seien zahlreiche Sehenswürdigkeiten gut zu erreichen. Diese Punkte zählte Peter Ahrens (Firma Partman) in seinem Marketingkonzept als Stärken auf. Zu den Schwächen gehöre dagegen der hohe Investitionsstau. Der Anmeldebereich müsse dringend modernisiert werden. Auch Spielplatz, Schlechtwetterangebote, die Ausstattung der Bungalows und die Sanitärgebäude hätten Nachholbedarf, konstatierte der Berater in seinem Konzept.

Modern nur mit Fördermitteln

Die Kritik am Anmeldebereich teilte Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein (parteilos), der das Konzept am Donnerstagabend dem Dannigkower Ortschaftsrat vorstellte. Die Toranlage stamme aus den 1990er Jahren. Eine modernere Gestaltung, nicht zuletzt des Empfangsgebäudes mit Resten von DDR-Charme, sei jedoch nur mit Fördermitteln möglich.

In seinem Konzept hat Peter Ahrens Fotos eingefügt, wie Anmeldebereiche auf anderen Campingplätzen deutlich attraktiver wirken.

Die Kritik an den Sanitäranlagen teilte Jens Hünerbein nicht. Schließlich habe die Stadt in den vergangenen Jahren Sanitärcontainer ausgetauscht und das Sanitärgebäude saniert. Marion Grabbas, Leiterin des Campingplatzes, bestätigte die Auffassung des Bürgermeisters. Es gebe keine Beschwerden, was die Sanitäranlagen anbetreffe.

Eigene Häuschen nicht realisierbar

Standplätze mit eigenen Toilettenhäuschen anzubieten, sei ein guter Vorschlag des Konzeptes, setze aber Investitionen in sechsstelliger Höhe voraus, erklärte Jens Hünerbein. Mit anderen Worten: nicht realisierbar. Eine höherwertige Ausstattung der Bungalows ist ebenfalls nichts, was in nächster Zeit angestrebt wird.

Eine zusätzliche Kletterkombination für den Spielplatz sei denkbar, sagte Frank Wehrstedt (SPD), der aufgrund seiner Tätigkeit im Bauhof mit Spielplätzen vertraut ist.

Wenn der Bedarf steige, könne man überlegen, noch weitere Übernachtungsfässer für den Campingplatz anzuschaffen, fügte Jens Hünerbein hinzu. Fünf bis sechs Strandkörbe werden schon in diesem Sommer den Strandbereich aufwerten.

Sanierung der Stützmauer

Darüber hinaus hat die Stadt Fördermittel für die Sanierung der Stützmauer direkt am Strand beantragt. Mit Spritzbeton und einer Abdeckung sollen Funktionalität und Optik verbessert werden. „Das ist die effektivste und dauerhafteste Lösung“, stellte Bauamtsmitarbeiter Torsten Bluhm das Projekt den Ratsmitgliedern vor.

Management und Service zu verbessern ist ein weiterer Rat, den Peter Ahrens für den Campingplatz teilte. Fünf neue Dauercamper seien gewonnen worden, berichtete Marion Grabbas am Tisch des Ortschaftsrates. Es könnten jedoch mehr sein, wenn nach den Stürmen 2017/18 schon mehr Flächen aufgeräumt seien, setzte sie hinzu. Mit einer begrenzten Stundenzahl könne der Arbeiter aber eben nur so viel schaffen.

In absehbarer Zeit erhält der Campingplatz WLAN. „Wir sind am Anfang des Weges“, informierte der Bürgermeister.

Arbeit fortsetzen

„Wir haben in den letzten Jahren schon viel auf dem Campingplatz geschafft“, hob Ortsbürgermeister Heinz-Hellmer Wegener (CDU) hervor. Das erkenne das Konzept auch an. „Jetzt müssen wir unsere Arbeit Stück für Stück fortsetzen.“

Der Campingplatz gab auf der jüngsten Ratssitzung aber nicht nur Grund zum Optimismus, sondern auch zum Ärger. Das lag an der Schneise gefällter Bäume, um eine Zuwegung zum Kiosk anzulegen. Die Fällungen waren mit der Stadt nicht abgesprochen. Der zusätzliche Weg wird ebenfalls strikt abgelehnt. Eine weitere Diskussion des Vorfalls wurde in den nichtöffentlichen Sitzungsteil verschoben.

Strengere Baumschutzsatzung

Heinz-Hellmer Wegener nahm den Vorfall zum Anlass, für eine strengere Baumschutzsatzung in der Einheitsgemeinde zu werben. Der Stadtrat sollte sich damit auseinandersetzen.