Möckern l Wohl dem, der sich bei diesem schwülwarmen Wetter mit einem gepflegten Getränk in die schattige Gartenlaube zurückziehen kann. Davon sind die Parkvereinsmitglieder noch weit entfernt. Zuletzt hieß es bestenfalls „abwarten und Tee trinken“. Denn bevor nicht die Fördergelder da sind, kann mit der Sanierung des Teehauses im Schlosspark nicht begonnen werden. „Das Antragsverfahren läuft, wir hoffen auf einen positiven Bescheid, die Signale sind soweit positiv“, erklärt der mit der Planung beauftragte Architekt Gösta Zahn.

Bestand erhalten

„Ziel im ersten Bauabschnitt ist es, das Teehaus in seinem Bestand und jetzigem Grundriss zu erhalten“, so der Architekt. Konstruktive Änderungen seien nicht geplant. Das Dach soll repariert, aber nicht ausgebaut werden. Stand jetzt sind weder Heizung noch sanitäre Anlagen vorgesehen. Eventuell sei ein Kamin möglich, erklärt die Vereinsvorsitzende Nora Gräfin vom Hagen. Allerdings habe eine unregelmäßige Beheizung in solchen Altbauten mit Vorsicht zu erfolgen.

Die Ertüchtigung der Statik und der Holzschutz sind die Hauptaufgaben, die jetzt zu erledigen sind. Manch ein Balken muss ausgetauscht werden, so Gösta Zahn. „Hausschwamm haben wir bisher noch nicht gefunden.“ Ebenfalls in den ersten Bauabschnitt fällt die Neueindeckung in Biberschwanzdoppeleindeckung. Die Wände müssen wohl – auf Wunsch des Denkmalschutzes – verputzt werden, Fachwerk werde nicht sichtbar sein.

Bilder

Auf historischen Fotos (von denen sich der Parkverein übrigens – nur zur Ansicht – gerne mehr wünschen würde) sind mehr Fenster im Teehaus zu sehen, als heute sichtbar sind. Der Verein wünscht sich, die historischen Öffnungen wieder freilegen zu können.

Statik und Holzschutz

Theoretisch müsste das möglich sein, glaubt Architekt Zahn: „Wir gehen davon aus, dass sich anhand der vorhandenen Fachwerkbalken die historischen Größen der früheren Fenster ermitteln und wieder herstellen ließen.“ Zunächst aber geht es um Substantielleres: Man hofft, noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Dachkonstruktion beginnen zu können und im Frühjahr 2020 mit dem Mauerwerk zu starten.

20.000 Euro Eigenanteil

Insgesamt werden für den ersten Bauabschnitt 100.000 Euro veranschlagt, wobei dem Möckeraner Parkförderverein über das LEADER-Programm 68.000 Euro Fördermittel zugesagt worden seien. Der Eigenanteil des Parkfördervereines liegt bei etwa 20.000 Euro. „Für den Innenausbau des etwa 70 Quadratmeter großen Gebäudes müssen wir einen neuen Förderantrag stellen“, erklärt Vereinschefin Nora Gräfin vom Hagen.

Wie es im Teehaus früher einmal aussah, weiß auch die Vereinsvorsitzende nicht. „Es gibt keine Innenaufnahmen.“ Wer da aushelfen kann, möge sich im Gutshof melden.

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