Amtsantritt

Philipp Sievert will Bürgermeister für alle Burger sein

Feierlich wurde Philipp Sievert in sein Amt als Burger Bürgermeister eingeführt. In seiner Antrittsrede beschwor er das Miteinander.

Von Thomas Pusch
Stadtratsvorsitzender Markus Kurze (CDU) hängte Philipp Sievert (parteilos)  die Bürgermeisterkette um.
Stadtratsvorsitzender Markus Kurze (CDU) hängte Philipp Sievert (parteilos) die Bürgermeisterkette um. Foto: Thomas Pusch

Burg - Feierlich war die Stadtratssitzung, die in der Sporthalle Mitte am Platz des Friedens in Burg stattfand. Es war auch eine Sondersitzung, in deren Mittelpunkt die Ernennung von Philipp Sievert zum Bürgermeister stand. Nicht nur die Mitglieder des Stadtrates, sondern auch zahlreiche Gäste aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens waren dabei. Eingeladen waren 30 Vertreter unter anderem von Banken, Bundeswehr, Behörden, Vereinen und der Kirche. Familie und viele Freunde von Sievert wohnten auf der Tribüne der Zeremonie bei.

Musikalische Umrahmung

Die wurde musikalisch umrahmt von Svetlana Sioumka von der Kreismusikschule am Flügel. Den hatte der Bauhof eigens aus der Schule in die Halle transportiert. Bevor aber der Gewählte zum Bürgermeister ernannt werden konnte, musste der Stadtrat erst die Gültigkeit der Wahl vom 6. Juni und der Stichwahl, bei der sich der parteilose Sievert am 20. Juni gegen den ebenfalls parteilosen Bernhard Ruth durchgesetzt hatte.

Nach dem Stadtratsvotum nahm Stadtratsvorsitzender Markus Kurze (CDU) zunächst den Amtseid ab, den Sievert mit dem Zusatz „so wahr mir Gott helfe“ sprach, überreichte ihm die Ernennungsurkunde und legte ihm dann die Amtskette um den Hals. Die hatte zur 1000-Jahr-Feier Burgs die Silberschmiede Adolf als Replik angefertigt. Das Original war im Krieg verloren gegangen.

Holzbank von den „Kumpels aus Reesen“

„Es ist ein sehr bewegender Moment für mich“, sagte Sievert in seiner Antrittsrede und blickte auf anstrengende Wahlkampfwochen zurück. Er dankte allen, die ihn dabei unterstützt hatten, und hob hervor, dass es ein von allen Kandidaten fair geführter Wahlkampf gewesen sei. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und möchte nun ein Bürgermeister für alle sein“, kündigte er an. Miteinander könne man kreative Ideen und Projekte umsetzen. Dies in Zusammenarbeit mit den Stadträten und der Verwaltung. In die habe er schon vor seinem ersten Amtstag blicken dürfen, was sehr hilfreich gewesen sei. „Wir sind unseres Glückes Schmied“, beschwor er das Zusammenwirken aller in der Stadt und ihren Ortsteilen.

Vor der Sporthalle wartete noch eine Überraschung auf ihn. Seine „Reesener Kumpels“ hatten eine hölzerne Gartenbank getischlert, die ihm künftig im heimischen Garten Platz zum Ausruhen bieten soll. „Da kannst du gleich die Obstbäume gießen“, hieß es im mit viel Beifall und Gelächter bedachten begleitenden Gedicht.