Burg l Eine der Spielerinnen ist Jaqueline Reuter. Die junge Frau gibt sich ganz der Leidenschaft der Pokémon-Kämpfe hin. Manch Stadtbewohner wundert sich über die Zeitgenossen, deren Blicke ständig zwischen Mobilfunktelefon, Straßenschildern und markanten Punkten, wie dem Magdalenenplatz oder einzeln stehen den Bäumen, wechseln. Der Grund ist schnell erklärt.

GPS-Signal weist den Weg

Das Spiel ermittelt durch GPS-Signal und Echtzeit-Lokalisierung die Standortdaten des Spielers und positioniert ihn virtuell auf einer Landkarte im Mobiltelefon. Das Spiel wird im Empfangsbereich des GPS-Signals, also in der Regel im Freien, gespielt und nutzt Sehenswürdigkeiten, Wahrzeichen und auffällige Objekte der Umgebung des Spielenden zur Gestaltung einer virtuellen Spielwelt. Ein Sonderziel auf ihrem Weg war für Reuter und ihre Mitstreiter jetzt das Burger Kino. Dort kann sie, natürlich immer nur virtuell, bis zu zehn Pokémon trainieren.

Bewegung an der Luft

Es ist aber nicht nur ein Spiel für einzelne, so Reuter. Will man besonders starke Pokémon besiegen, müssen sich mehrere Trainer zusammenschließen. Wie etwa mit Pokémon-Veteran Pascal Kempfe. Dafür gibt es dann Bonuspunkte, mit denen dann die eigenen Pokémon aufgerüstet werden können. „Solche Treffpunkte sind zum Beispiel der Marktplatz oder am Bahnhof“, erklärt Reuter. Warum sie den Phantasiewesen so euphorisch hinterher ist: „Ich bin gern an der Luft, bewege mich und es macht mir Spaß. So lernt man auch neue Leute kennen. Pascal Kempfe fügt hinzu: „Außerdem komme ich mit Gleichgesinnten zusammen.“